Frau benachrichtigt Behörden über Tod ihres Mannes (Beispielbild: iStock)
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Die Informationspflicht und der Gang zu den Behörden

Wenn das Leben einer Person zu Ende geht, beginnt die Arbeit bei den Angehörigen erst. Noch während Sie den ersten Schock zu verarbeiten haben, stehen einige Pflichten an, darunter die Informationspflicht an die Behörden. Welche Stellen in welcher Frist über den Todesfall zu informieren sind, erfahren Sie in diesem Beitrag.

Artikel verfasst von Dario Buschor, B.A. HSG in Law & Economics am
07. August 2017

Wer ist zu informieren?

Wird eine verstorbene Person aufgefunden, muss als erstes ein Arzt gerufen werden, um die Todesurkunde auszustellen. Bei Verdacht auf einen Unfall, Suizid oder ein Verbrechen ist zusätzlich die Polizei zu informieren.

Wir alle sind bei einer Gemeinde angemeldet, in aller Regel bei der Wohngemeinde. Diese muss im Falle des Todes von den Angehörigen informiert werden. Bei den lokalen Behörden sind je nach Gemeinde das Zivilstands- oder das Bestattungsamt zu informieren. Je nach Grösse der besagten Gemeinde gibt es eine spezielle Anlaufstelle. In kleineren Ortschaften werden die verschiedenen Ämter teilweise von den gleichen Personen ausgeübt. Mehr Informationen dazu und wie Sie die betreffende Stelle am einfachsten ausfindig machen können, erfahren Sie im folgenden Beitrag: Pflichten danach – wann und wem muss ich den Todesfall melden?.

Weiter zu informieren sind die anderen Angehörigen, der Arbeitgeber, Geschäftspartner, Sozialversicherungen, Banken, Post, Vertragspartner (Handyabos etc.) und weitere. Auf diese wird in diesem Blog jedoch nicht weiter eingegangen.

Bis wann sind die Behörden zu informieren?

Der Arzt, und im Falle eines Verdachtes auf Unfall, Suizid oder Verbrechen auch die Polizei, sind unverzüglich nach dem Auffinden der oder des von uns Gegangenen zu benachrichtigen. Den Behörden (Zivilstands- oder Bestattungsamt) ist innerhalb von zwei Arbeitstagen Mitteilung zu erstatten. Für alle weiteren Anlaufstellen gibt es keine besonderen Fristen. Es gilt jedoch das Motto „je früher, desto besser!“. Dies gilt v.a. für die anderen Angehörigen und den Arbeitgeber, welche am besten noch am Todestag zu informieren sind.

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