Mann benachrichtigt Institutionen über Tod seiner Frau (Beispielbild: iStock)
Home / Info Beiträge / Bank und Post benachrichtigen im Todesfall

Bank und Post benachrichtigen im Todesfall

Beim Tod eines Erblassers müssen Sie die verstorbene Person bei allen Institutionen und Banken abmelden. Auch die Post ist über den Todesfall zu informieren. Bei den Banken müssen Sie sich nach allen Konten und allfälligen Aktiendepots, Anlagefonds erkundigen. Fragen Sie sich direkt bei den jeweiligen Instituten nach.

Artikel verfasst von Jil Zaugg, M.A. HSG in Law am
19. Juli 2017

Benachrichtigen im Todesfall – wie muss ich vorgehen?

Der Bank sollte man die Todesbescheinigung zukommen lassen, um diese zu benachrichtigen. Fragen Sie an, welche Unterlagen für die Umschreibung der Wertschriften, Konti etc. allenfalls benötigt werden. Die bestehenden Vollmachten sollten überprüft und gegebenenfalls widerrufen werden. Die Erben haben die Möglichkeit, eine schriftliche, über den Tod hinaus gültige Vollmacht des Erblassers jederzeit zu widerrufen. Eine Saldobestätigung per Todestag sollte verlangt werden und Daueraufträge sind zu sistieren.

Betreffend die Post kommen die Zusendungen zunächst weiterhin ganz normal beim Verstorbenen an, denn die Information über einen Todessfall trifft nicht immer sofort ein. Die Einrichtung eines Nachsendeauftrags ist sehr zu empfehlen. Bei einem Nachsendeantrag wird die ankommende Post direkt an einen Angehörigen oder Nachlassverwalter weitergeleitet. Damit die Post zu einem anderen Empfänger gelangen kann, muss bei einem Todesfall der Angehörige oder Nachlassverwalter einen entsprechenden Nachsendeantrag stellen. Einen Nachsendeantrag kann man bei einer Postfiliale oder direkt online bestellen.

Eine Übersicht weiterer Institutionen, die über der Todesfall zu benachrichtigen sind, finden Sie unter der Rubrik Todesfall melden. Sobald Sie Ihrer Meldepflicht nachgegangen sind, können Sie damit beginnen, die Trauerfeier mithilfe unseres kostenlosen Besttatungsplaners zu organisieren.

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

Medizin, Patientenverfügung & -vollmacht, Testament & Erbe

Patientenverfügung, medizinische Massnahmen, Urteilsunfähigkeit, Hausarzt Die Patientenverfügung ist ein Instrument aus dem Erwachsenenschutzrecht des ZGB (Art. 370-373). Damit kann eine Person (solange sie noch geistig fit ist) festlegen, welche medizinischen Massnahmen sie wünscht, falls sie […]

no Kommentare

Weitere Artikel:

Vorsorge, Testament & Erbe

Welche Funktion kommt dem schweizerischen Erbrecht zu? 75% aller Schweizerinnen und Schweizer hinterlassen bei ihrem Tod kein Testament. In diesem Fall greift die gesetzliche Erbfolge, die festlegt, welchen Angehörigen welcher Anteil an der Erbschaft zukommt. […]

no Kommentare

Weitere Artikel:

Vorsorge, Testament & Erbe

Wohin nach dem Tod des Erblassers? Im Todesfall wird die Erbfolge durch das Gesetz oder durch Verfügung von Todes wegen (Testament/Erbvertrag) geregelt. Dritte können dabei als Erben eingesetzt oder als Vermächtnisnehmer mit Vermögenswerten bedacht werden. […]

one Kommentare

Weitere Artikel: