Der Putto mit den zwei Schmetterling gilt als seltenes Beispiel für ein neuklassizistisches Grab mit monumentalisierender Urne. Es ist ein typisches Beispiel für die Bildhauerkunst der 1920er Jahre. (Foto: Paolo Foschini)
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Zürichs schönste Mietgräber

Die Stadt Zürich vermietet auf einigen Friedhöfen historische Grabmäler. Wir zeigen Ihnen die zehn schönsten.

Artikel verfasst von Martin Schuppli, Autor am
29. Mai 2019

Das «schönste» Blumenmädchen – inmitten von Blumen

Mietgrab Friedhof Manegg, Zürich

Grab Nr. 81101 mit bestehendem Grabmal Friedhof Manegg, Feld B. (Foto: Paolo Foschini)

Das Grabmal mit dem Blumenmädchen ist ein seltenes Beispiel für ein grossangelegtes Familiengrab der 1930er-Jahre. Sowohl Einfriedung, als auch Ascheurnen und Blumengefässe sind intakt. Experten sagen, es sei ein spätes, ausgefallenes Werk der Grabmalfirma Louis Wethli.

Wethli senior eröffnete 1868 am Zeltweg 62 in Zürich- Hottingen sein Marmorgeschäft. Es florierte, und er beschäftigte nahezu 40 Mitarbeitende. In seinem Atelier entstanden hunderte von Obelisken, Steinkreuzen, Engeln und Reliefgrabsteinen. Sie bewarb er per Katalog, und so fanden sich Abnehmer in Europa und in Amerika. Nebst den seriell produzierten Grabmälern machte sich die Firma Wethli mit ihren künstlerisch hochwertigen, naturalistischen Marmorfiguren einen Namen. Viele seiner Figuren blieben erhalten und versetzen Friedhofbesucher und -besucherinnen in Staunen.

Expertenbeschrieb
Das Grabmal breitet sich über die ganze Rückwand des Grabfeldes aus und ist mit der Umrandung verbunden. Der Mittelteil besteht aus einer Tempelfront. Sie steht auf einem dreistufigen Stereobat. Zu beiden Seiten steht eine s-förmig nach unten geschwungene, mit Voluten begrenzte Platte. An sie schliesst ein im oberen Teil abgetreppter Eckquader mit einer Vase an.
Die Tempelfront besteht aus je einem Eckpfeiler, neben dem eine Säule mit Blütenkapitell steht. Über beiden liegt ein gesprengter Architrav mit einem Rundgiebel. Das Gesims des Architravs und des Giebels trägt ein Blattornament. Im zurückversetzten Giebelfeld steht der Familienname. In die Tempelrückwand ist eine Nische eingelassen: Auf einem dreifach abgetreppten Sockel sitzt ein Mädchen. Es hält den Kopf gesenkt, und trägt einen Blumenkranz in den Händen.

Eine Auswahl der derzeit freien historischen Mietgräber finden Sie hier

Friedhof Manegg
Thujastrasse 60, 8038 Zürich
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Umstrittener Engel wacht auf dem Friedhof Manegg

Gemeinschaftsgrab Manegg

Der Posaunenengel des Bildhauers Alfred Huber bläst zum Jüngsten Gericht. (Foto: Paolo Foschini)

Der Friedhof Manegg stellt als einer der ersten Friedhöfe der Stadt Zürich einen Zeugen der Friedhofsgeschichte dar, der die Entwicklung im Rahmen des Platzbedarfs, aber ebenso den Wandel der Begräbniskultur dokumentiert.

1963 wurde auf dem Friedhof Manegg das erste Gemeinschaftsgrab der Stadt eingerichtet. Im Zentrum der weiträumigen Wiese thront ein Posaunenengel, der zum Jüngsten Gericht bläst. Kritische Stimmen warfen dem Bestattungs- und Friedhofsamt damals vor, die Wahl des Motivs – Zeichen der  Wiederauferstehung nach dem Tod – mit einer falschen Frömmigkeit und einer mittelalterlich phantastischen Anschauung getroffen zu haben. Passend zum neuen Konzept der «Gemeinschaft» nach dem Tod, die für jeden offen sein sollte, wurde eine religiös neutrale Skulptur als passender empfunden.

Mit der heutigen Distanz wird der kraftvolle Engel mit den weit ausgreifenden Flügeln des Zürcher Bildhauers Alfred Huber als wertvolles künstlerisches Werk gewürdigt und seine ästhetisch prägende Wirkung geschätzt.

Facts zu dem Gemeinschaftsgräbern auf Zürichs Friedhöfen

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Ein Friedhof als Grabmal – im Friedhof

Mietgrab Friedhof Manegg, Zürich

Grab Nr. 81078 mit bestehendem Grabmal Friedhof Manegg, Feld B. (Foto: Paolo Foschini)

Als «Friedhof im Friedhof» beschreiben Experten dieses ausgefallene Architekturgrab aus Sandsteinquadern. Es bildet eine Art Garten mit rückwärtiger Hausfassade. Die mächtige Konstruktion erinnert an Ruinenphantasien. Das Werk eines unbekannten Künstlers stammt aus der Zeit der Grabmalreform von 1917. Die Reform erfolgte im Zuge der Neuanlage des Friedhofs Sihlfeld D und neuer Tendenzen des Heimatstils sowie des Werkbundes. Die Reform stand unter den Begriffen Homogenität, Heimatbezug, Materialgerechtigkeit und Handwerk.

Expertenbeschrieb
Das ganze Grabmal besteht aus Sandsteinquadern, die an den Rück- und Seitenwänden mit einem steildachartig ausgebildeten Stein abschliessen. Der obere Teil der Rückwand wird belebt durch drei höhere Partien, die diese in zwei Teile unterteilt. In den rechten Teil ist eine Art Fenster eingepasst. Dieses wird zu beiden Seiten mit Säulen, einem Fenstersturz, Fensterbank und zwei Konsolen umrahmt. In dieses eingelassen ist eine Bronzeplatte mit dem Familiennamen. In der linken hinteren Ecke des Gartens steht eine Steinbank. Die vordere Front begrenzen zwei Eckpfeiler, an die eine Reihe Steinquader anschliessen, die in der Mitte einen Eingang freilassen. Auf diesen Quadern stehen links und rechts Pfeiler, an denen eine Kette festgemacht ist.

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Eindrückliche Pietà im Friehof Enzenbühl

Mietgrab Pietà Enzenbühl

Grab Nr. 83009 mit bestehendem Grabmal Friedhof Enzenbühl, Feld J1. (Foto: Paolo Foschini)

Die in langes Gewand gehüllte Jungfrau Maria hält den leblosen Körper ihres Sohnes im Arm. Der Zürcher Bildhauer Alphons Friedrich Magg schuf die ausdrucksstarke Skulptur in den 1940er-Jahren. Diese Pietà stellt ein in Zürich seltenes Beispiel als Grabmal dar.

Alphons Friedrich Magg setzte sich intensiv mit der zeitgemässen Interpretation christlicher Motive auseinander. Im Vordergrund stand nicht die wirklichkeitsgetreue Abbildung von Figuren, sondern das Ausdrücken von intensiven Gefühlen in den Figuren. Bei der Pietà ist es das Leiden der Mutter mit ihrem Sohn, das die Betrachter fesselt.

Die «Ur-Pietà» können Besucher, Besucherinnen im Petersdom in Rom sehen. Ihr Schöpfer, Michelangelo, erhielt 1497 den Auftrag des französischen Kardinals Jean Bilhères de Lagraulas. Er solle, hiess es im 1498 unterschriebenen Vertrag, «für mein Grabmal eine Pietà schaffen, aus Marmor, das heisst die bekleidete Jungfrau Maria mit dem toten, unbekleideten Christus im Arm.»

Expertenbeschrieb
Mitte hinten: kniehoher, kubischer, längsrechteckiger Muschelkalksteinsockel, bekrönt von Bronzegruppe: 3/4-lebensgrosse Pietà. Davor: Querrechteckige, dicke liegende Platten aus grünlichem, geschliffenem Stein.

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Friedhof Enzenbühl
Forchstrasse 384, 8008 Zürich
Telefon: 044 381 01 00

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Die Hoffnungsvolle – eine wertvolle, ausdrucksstarke Skulptur

Mietgrab Friedhof Enzenbühl, Zürich

Grab Nr. 81413 mit bestehendem Grabmal Friedhof Enzenbühl, Feld E. (Foto: Paolo Foschini)

Die Figur ist das Werk des bedeutenden Zürcher Bildhauers Otto Kappeler. Es ist eines der frühesten bekannten Beispiele für die Aufstellung eines Aktes als Grabmal. Die künstlerisch sehr wertvolle und ausdrucksstarke Skulptur im Stil des Neoklassizismus. In der Haltung, die die Frau einnimmt, ist das Interesse von Kappeler an der Bewegung von Körpern zu spüren, wie auch das Zusammenspiel mit der natürlichen Umgebung des Friedhofs.

Expertenbeschrieb
Lebensgrosse, kniende Nackte mit leicht angehobenem rechten Bein. Arme angewinkelt, Hände an die linke Wange gelegt, Gesicht dem Himmel zugewandt. Grauer Stein mit rauer Oberfläche.

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Friedhof Enzenbühl
Forchstrasse 384, 8008 Zürich
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«Ewiger Frieden»: Eine Grabstele aus der Jugendstilzeit

Mietgrab Nordheim

Grab Nr. 84367 mit bestehendem Grabmal Friedhof Nordheim, Feld 17. (Foto: Paolo Foschini)

Diese aussergewöhnliche Grabanlage gehört zu den ältesten Grabmälern auf dem 1899 eröffneten Friedhof Nordheim. Sie besticht mit künstlerisch wertvoller Stele und ausdrucksstarken Bronzereliefs. In der Zürcher Grabmalkunst ist sie ein wohl einzigartiges Beispiel für eine monumentalisierende Grabstele in Form des Jugendstils. Geschaffen wurde sie von Franz Wanger, dem wohl bedeutendsten Zürcher Grabbildhauer des Jugendstils. Von ihm blieben vor allem im Friedhof Sihlfeld einige Werke erhalten. Das Grabmal kostete 1913 bereits CHF 4500 was heute einer Summe von über CHF 42 000 entspricht. Der Betrag verdeutlicht die Bedeutung der Grabstätte in der damaligen Gesellschaft.

Expertenbeschrieb
Übermannshohes Grabmal des Jugendstils aus grauem Stein. Auf hohem, breit gelagertem, rechts und links abgestuft zurückweichendem Postament eine breite, schwere, sich gegen oben verjüngende Stele mit geschweifter Giebelabdeckung aus Bronze: abgeschnittene Äste, Wappen mit Helmzier. In der Mitte der Stele eine Korbbogennische mit weich gerundeter Laibung: fast flaches Relief aus Flechtbändern und stilisierten Blüten. In der Nische Bronzerelief: verhüllte Trauernde, vor walzenförmiger Urne mit Wellenfries kniend, die gefalteten Hände und den Kopf darauf stützend.  Davor v.l.n.r. Querrechteckige, hinten aufgestützte, liegende Platten mit rauer bis grob behauener Oberfläche.
Einfriedung: grob behauene Stellriemen, acht massive, grob behauene Kuben als Zwischenpfosten, verbunden durch schwere Eisenketten. Vorne Mitte eine Schrittplatte.
Teil einer Grabreihe aus dem ersten Viertel des 20. Jahrhunderts mit intakter Rückenhecke.

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Friedhof Nordheim
Nordheimstrasse 28, 8057 Zürich
Telefon 044 415 35 05

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Spurlos vergeht die Zeit – abstrakte Kunst als Grabmal

Mietgrab Friedhof Rehalp

Grab Nr. 85170 mit bestehendem Grabmal Friedhof Rehalp, Feld B. (Foto: Paolo Foschini)

Zu Beginn der 1960er Jahre war dieses abstrakte Kunstwerk unter den ersten, die als Grabmal verwendet wurden. Die heute noch modern wirkende Skulptur ist ein typisches Werk des international bekannten Zürcher Bildhauers Hans Aeschbacher. Es stammt aus seiner dritten und letzten Schaffensphase, die von 1953 bis 1979 dauerte. In ihr näherte sich Aeschbachers Formensprache der «Zürcher Schule der Konkreten» an, zu deren Vertreter gehörten Max Bill, Richard Paul Lohse (Grab im Friedhof Sihlfeld A, Nr. 81070) und Verena Loewensberg (Grab im Friedhof Sihlfeld A, Nr. 82275). Aeschbachers drei und mehr Meter hohe stelenartige Granit- und Marmorskulpturen gestalten öffentliche Plätze in den Kantonen Zürich und Bern sowie in Deutschland und Japan.

Expertenbeschrieb
Das gut mannshohe Grabmal steht auf einer in den Boden versenkten Sockelplatte. Es besteht aus zwei einmal, bzw. zweimal gestuften Pfeilern. Diese sind aus grauem, geschliffenem Stein mit dunklen, feinen Adern. Zwischen den Pfeilern öffnet sich ein sich gegen oben verbreiternder Spalt. Davor liegt eine querrechteckige, geschliffene Platte.

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Friedhof Rehalp
Forchstrasse 384, 8008 Zürich
Telefon 044 415 97 11

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Antike Tempelruine drückt Vergänglichkeit aus

Mietgrab Friedhof Sihlfeld, Zürich

Grab Nr. 82035 mit bestehendem Grabmal Friedhof Sihlfeld A, Feld 2S. (Foto: Paolo Foschini)

Die Grabstätte, die an eine antike Tempelruine erinnert, ist wohl eine der aufwändigsten und monumentalsten Anlagen auf dem Friedhof Sihlfeld A.

Der Zustand als Ruine ist gewollt, er bringt die Vergänglichkeit zum Ausdruck. Der trauernde, kleine Engelsknabe gilt als Mittler zwischen Himmel und Erde, die gepflückte Blume in seiner Hand deutet auf die Seele des Verstorbenen und wiederum auf das Ende des irdischen Lebens hin. Die Verwendung dieser Todessymbolik ist typisch für die Grabmalkunst um die Jahrhundertwende zum 20. Jh. Mit der inszenierten Melancholie des Abschieds sollen die Gefühle und Trauer der Hinterbliebenen ausgedrückt und angesprochen werden.

Geschaffen hat dieses bedeutende Werk die Grabsteinfirma E. Schneebeli & Cie. Für die aufwändig gestaltete, naturalistische Grabplastik wurden vier verschiedene Gesteinssorten verwendet, in ihm widerspiegeln sich die Repräsentationsbedürfnisse der bürgerlichen Gesellschaft und die Todesvorstellungen seiner Zeit. Was wir heute als Kunstwerk bewundern, bezeichneten Kritiker vor 100 Jahren als Kitsch. Sie sprachen von «schrankenloser Freiheit im Aufstellen von Grab¬monumenten.»

Expertenbeschrieb
Grosses Grabfeld mit monumentalisierendem Tempelgrabmal. Auf einem zweistufigen, rechteckigen Podest drei Säulen (Kompositkapitelle) und ein Säulenstumpf (kanneliert), auf zwei Seiten ein reich profiliertes Gebälk mit Inschrift tragend. Kapitelle und Basen aus hellem Stein; Säulen, Gebälk und Podest grüngrau, poliert. In der Mitte des Podestes ein fast naturgrosser Katafalk aus hellem Stein mit Tatzenfüssen. Auf dem Deckel stark verwittertes, naturalistisches Blumengebinde mit Palmwedel. Davor ein knieendes Marmorengelchen mit Blümchen in der rechten Hand.

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Friedhof Sihlfeld
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Ein Engel ziert Zürichs erste Grabgemeinschaft

Mietgrab Sihlfeld Engel

Grab Nr. 82057 mit bestehendem Grabmal Friedhof Sihlfeld A, Feld 2S. (Foto: Paolo Foschini)

Im ältesten Abteil des Friedhofs Sihlfeld steht eines der wenigen erhaltenen, um diese Zeit sehr beliebten, monumentalen Engelgräber. Es ist ein hervorragendes Beispiel für die in der 2. Hälfte des 19. Jahrhunderts aufkommende naturalistische Bildhauerei, die sich um eine naturgetreue Darstellung des Stofflichen bemüht. Zu sehen bei diesem Grabmal insbesondere an den Flügeln (Federn), den Blumen, den Haaren, dem Gewand und den Baumstämmen, die das Kreuz bilden. Das Werk eines unbekannten Künstlers stellt eines der eindrücklichsten Monumente aus dieser Zeit, dieses Typs und in diesem Stil dar.
Die denkmalgeschützte Grabstätte wird seit 2016 als erstes Themenmietgrab in Zürich genutzt.

Expertenbeschrieb
Eindrückliches, naturalistisches Grabmal aus dem endenden 19. Jahrhundert. Lebensgrosser Engel in wallendem Gewand, der mit der rechten Hand einen Blumenkranz an ein aus Baumstämmen gebildetes Kreuz hängt. In der linken Hand eine Schärpe haltend, die um das Kreuz gewunden ist. Engel und Kreuz stehen auf einem Felsen mit spriessenden Pflanzen. Das Postament auf grosser Sockelplatte ist mehrmals profiliert.

Facts zum Themen-Mietgrab Engel im Friedhof Sihlfeld A

Friedhof Sihlfeld
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Der kleine Putto fängt Schmetterlinge

Mietgrab Friedhof Sihlfeld, Zürich

Grab Nr. 82155 mit bestehendem Grabmal Friedhof Sihlfeld A, Feld 2S. (Foto: Paolo Foschini)

Dieses zweiteilige Postament, bekrönt von einer Deckelurne gilt als seltenes Beispiel für ein neuklassizistisches Grab mit monumentalisierender Urne. Es ist ein typisches Beispiel für die Bildhauerkunst der 1920er-Jahre.
Der Putto mit den zwei Schmetterlingen ist nicht nur sehr niedlich, sondern stellt ein verbreitetes Symbol auf Grabsteinen dar. Die drei Stadien Raupe, Puppe und schliesslich Schmetterling können das Leben, den Tod und die christliche Hoffnung auf Auferstehung symbolisieren. Die Verwandlung des Schmetterlings wird oft als Befreiung der Seele und deren Übergang in ein anderes Sein gelesen.

Expertenbeschrieb
Knapp mannshohes Grabmal bestehend aus flachem Sockel und hohem, schlichtem, zweiteiligem Postament, bekrönt von einer Deckelurne mit Volutenhenkeln und Relief: mit zwei Schmetterlingen spielender Putto. Vorne im Grabfeld eine quadratische, hinten leicht aufgestützte liegende Grabplatte.

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Interview mit Meret Tobler Verantwortliche für Zürichs Mietgräber

 

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