Plötzlicher Kindstod: Christine Friedli-Koch am Grab ihres Sohnes Fabien. (Foto: Paolo Foschini)
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Kinds­tod: Fabi­en leb­te nur 63 Tage

Chris­ti­ne Fried­li Koch rede­te mit DeinAdieu.ch über das plötz­li­che Ster­ben ihres Buben Fabi­en und wie sie und ihre Fami­lie mit dem Kinds­tod umge­hen.

Artikel verfasst von Martin Schuppli, Journalist BR am
08. Juli 2016

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Fragt jemand Chris­ti­ne Fried­li Koch, wie vie­le Kin­der sie habe, sagt sie «fünf». Ihr Drit­tes, Fabi­en Alex­andre, kam am Frei­tag, 14. Juli 1995, zur Welt. «Wir wünsch­ten uns immer drei Kin­der» sagt die Schwy­ze­rin aus dem Klos­ter­dorf. Am fran­zö­si­schen Natio­nal­fei­er­tag vor 21 Jah­ren war die Fami­lie Fried­li kom­plett.

Zwei Mona­te spä­ter, am Frei­tag, 14. Sep­tem­ber 1995, besuch­te die jun­ge Mut­ter ihre Toch­ter Féli­ce Michè­le im Kin­der­spi­tal Zürich. Ihre «Mitt­le­re» war eini­ge Tage vor­her wegen spe­zi­el­ler Unter­su­chun­gen ein­ge­lie­fert wor­den. «Die Ältes­te, Noël­le Natha­lie, konn­te ich mit­neh­men und dort im Kin­der­hort plat­zie­ren», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch, «aber Fabi­en war mit sei­nen zwei Mona­ten ein­fach zu klein. Ihn durf­te ich nicht mit auf die Sta­ti­on neh­men, also blieb er bei mei­ner Mut­ter.» Die Frau hält inne, in ihren Augen glän­zen Trä­nen.

Vier­jäh­ri­ge Schwes­ter ent­deck­te, das Fabi­en tot war

Dann erzählt sie mit sto­cken­der Stim­me wei­ter: «Ange­kom­men bei mei­ner Mut­ter, schwatz­ten wir in der Küche so aller­lei. Noël­le frag­te, ob sie zu Fabi­en dür­fe. ‹Klar›, sag­te ich. Dach­te, war­um nicht.» Plötz­lich hör­ten die bei­den Frau­en Nöel­le schrei­en. Die Vier­jäh­ri­ge stand im Zim­mer und hielt ihren klei­nen Bru­der hoch, schrie und rief «War­um ist Fabi­en so kalt?»

Und so begann das, was Chris­ti­ne Fried­li Koch die per­sön­li­che fami­liä­re Kata­stro­phe nennt. «Wäh­rend ich am aus­flip­pen war, kam der Nach­bar mei­ner Eltern und fuhr mei­nen Mann und den toten Büe­b­el zum Arzt.  Dann kam er zurück, hol­te mich und wir fuh­ren gemein­sam wie­der in die Pra­xis.»

«Der Arzt sag­te, dass Fabi­en gestor­ben sei und er bei unge­wöhn­li­chen Todes­fäl­len, den Kan­tons­arzt benach­rich­ti­gen müs­se. Er frag­te mich auch, ob ich noch Abschied neh­men möch­te, denn sobald der Kan­tons­arzt da sei und den Kinds­tod nicht bestä­ti­gen kön­ne, kom­me die Poli­zei. Es wür­de von Amts­we­gen eine Unter­su­chung mit Obduk­ti­on ein­ge­lei­tet. Das heis­se, Abschied neh­men sei nicht mehr erlaubt. Ich bin heu­te dem Arzt immer noch dank­bar, dass ich mich von Fabi­en ver­ab­schie­den konn­te.»

 

Glück und Trau­er nach Sévé­ri­ne Pas­ca­les Geburt

Die Fami­lie war also nicht mehr kom­plett. Chris­ti­ne Fried­li Koch hat sich auf­ge­fan­gen, erzählt wei­ter: «Ich, also mein Mann und ich, wir woll­ten unse­re Fami­li­en­pla­nung nicht mit einem ver­stor­be­nen Kind been­den. Des­halb beschlos­sen wir, dass wei­te­re Kin­der Platz haben sol­len. Ein paar Mona­te spä­ter wur­de ich wie­der schwan­ger. Im Janu­ar 1997 gebar ich Sévé­ri­ne Pas­ca­le. In die­sem Moment waren wir ein­fach nur dank­bar. Dank­bar, für unse­re Sévé­ri­ne. Dank­bar, dass alles gut gegan­gen ist.»
Mit dem Glücks­ge­fühl und der Trau­er sei es so eine Sache, sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. «Ich war total glück­lich. Glück­lich über das Kind und doch trau­rig. Trau­rig, weil mir bewusst wur­de, dass Sévé­ri­ne da ist, weil Fabi­en gestor­ben ist.»

Kinds­tod: Mit­men­schen sind ver­un­si­chert

Sévé­ri­ne soll­te nie das Gefühl bekom­men, Ersatz für den ver­stor­be­nen Fabi­en zu sein. Des­halb war auch noch Platz für ein «fünf­tes Kind­lein», wie Chris­ti­ne Fried­li Koch ger­ne sagt. «Und zwar für Yanis Yael. Als er auf die Welt kam, war unse­re Fami­lie wie­der kom­plett.» Wie­der hält sie kurz inne und fährt dann fort «Fabi­en ist unser mitt­le­res Kind, was ich sehr schön fin­de. Mir gefällt der Gedan­ke, dass ich Mami bin von vier Erdenkin­dern und von einem Ster­nen­kind. So hat das Trau­ri­ge, wie so oft, eine schö­ne Sei­te.»
Chris­ti­ne Fried­li Koch und ihr Mann sind sich nicht einig, wie vie­le Kin­der sie nun haben wür­den. «Reto ant­wor­tet fast immer ‹vier› und ich sage kon­se­quent ‹fünf›. Es mag für vie­le doof klin­gen, aber ich habe oft kei­ne Lust, unse­re Geschich­te zu erzäh­len. Sage ich näm­lich, das Mit­ten­drin-Kind sei gestor­ben, ent­steht eine oft pein­li­che Situa­ti­on.» Vie­le Men­schen wis­sen nicht, wie sie sich ver­hal­ten sol­len, wenn sie mit einem Kinds­tod kon­fron­tiert wer­den.»

«Ken­nen Sie den Grund, war­um Fabi­en starb?»

Chris­ti­ne Fried­li Koch bejaht die Fra­ge. «Wir waren von Anfang an sicher, dass es plötz­li­cher Kinds­tod war», sagt sie. «Das konn­te und woll­te der her­bei­ge­ru­fe­ne Arzt aber nicht ein­fach so bestä­ti­gen. Des­halb unter­such­te die Poli­zei den Tod von Fabi­en.» Es dau­er­te etwa ein hal­bes Jahr, bis die Fried­lis infor­miert wur­den, dass es plötz­li­cher Kinds­tod war. «Mei­ne Mut­ter hat es bis heu­te nicht ver­kraf­tet, dass man gedacht hat, sie könn­te schuld sein am Tod ihres Enkels.»
Und dann, muss­te sich Chris­ti­ne Fried­li Koch wohl oder übel mit dem «Phä­no­men» SIDS (eng­lisch: Sud­den Infant Death Syn­dro­me) beschäf­ti­gen. «Am Anfang blieb uns nichts ande­res übrig», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. «Dafür sor­gen die Behör­den. Wir wur­den in die Rechts­me­di­zin nach Zürich bestellt, muss­ten vie­le Fra­gen beant­wor­ten.» Damals war das für das Ehe­paar eine schier uner­träg­li­che Situa­ti­on. «Heu­te habe ich dafür Ver­ständ­nis.»

Rechts­me­di­zi­ner ver­un­si­cher­ten die Eltern

Der Ham­mer­schlag kam – ver­zö­gert. «Dafür mit vol­ler Wucht», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. «Am Schluss teil­ten uns die Rechts­me­di­zi­ner mit, ‹wür­de ihr Mann nicht rau­chen, wäre Fabi­en viel­leicht nicht gestor­ben›.» Sie schluckt leer, ihre Augen begin­nen wie­der zu glän­zen, ihre Stim­me bebt leicht. «Sol­che Aus­sa­gen braucht man in so einer Situa­ti­on nicht unbe­dingt.»
Chris­ti­ne Fried­li Koch erin­nert sich an die offi­zi­el­len Infor­ma­tio­nen von damals. Es hiess, Kin­der die an SIDS stür­ben, hät­ten irgend­ei­nen Defekt, einen Feh­ler im Kopf. Sie wür­den ein­fach auf­hö­ren zu Atmen. «‹SIDS-Kin­der erstick­ten nicht›», sag­te man uns, «‹sie ver­ges­sen ein­fach zu atmen und schla­fen ein›». Chris­ti­ne Fried­li Koch: «Fabi­en sah aus, als wür­den er schla­fen.»
Der Mut­ter des mit zwei Mona­ten ver­stor­be­nen Buben sag­te man damals, Babys dürf­ten nicht auf dem Bauch schla­fen, man dür­fe sie nicht imp­fen usw. «Aber Fabi­en schlief auf dem Bauch, er wur­de zwei Tage vor­her geimpft. Da fragt ich mich schon: Wenn ich es anders gemacht hät­te, wäre Fabi­en nicht gestor­ben?»

Müt­ter­li­che Intui­ti­on gegen «Exper­ten-Mei­nung»

Beim Nach­fol­ge-Kind, also bei Sévé­ri­ne Pas­ca­le, hat Chris­ti­ne Fried­li Koch ver­schie­de­ne Din­ge ver­än­dert. «Ande­re Zusam­men­stel­lung des Impf­stof­fes, Sei­ten­la­ge im Bett, kei­ne Stoff­tie­re und Decke, damit es kei­ne Über­wär­mung gibt, kei­ne zu war­men Klei­der, ohne Fell­un­ter­la­ge im Kin­der­wa­gen. Da sie ein so genann­tes Nach­fol­ge­kind war, lies­sen wir uns auch über­re­den, einen Moni­tor zu instal­lie­ren. Das stell­te sich als extrem belas­tend her­aus. Nach kur­zer Zeit stell­te ich ihn in den Wand­schrank. Zwei Jah­re spä­ter, bei Yanis, lief dann alles wie­der wie es die müt­ter­li­che Intui­ti­on als rich­tig emp­fand. Der Jüngs­te durf­te zusam­men mit Kuschel­tie­ren auf dem Bauch schla­fen, er erhielt die­sel­ben Imp­fung wie sein ver­stor­be­ner Bru­der. «Es war ver­dammt schwer», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch, «aber es hat sich gelohnt, vie­les wur­de ein­fa­cher. Ich wür­de es wie­der genau gleich machen.»

Sie hät­ten sich nicht gross mit dem The­ma Kinds­tod beschäf­tigt, sagt die Fami­li­en­frau und heu­te auch Mut­ter eines Pfle­ge­kin­des: «Das hät­te uns even­tu­ell kaputt gemacht. Wir konn­ten ja nichts mehr ändern. Ich bin bis heu­te über­zeugt, will man die Trau­er gut ver­ar­bei­ten, müs­sen die Fra­gen ‹Wie­so wir? Wie­so ich? War­um unser Kind?› so schnell als mög­lich aus dem Kopf, dann fällt es einem viel­leicht leich­ter, mit dem Ver­lust umzu­ge­hen. Denn dies sind alles Fra­gen, auf die wir kei­ne Ant­wort bekom­men kön­nen.

Kann man so einen Ver­lust jemals ver­kraf­ten?

«Ver­kraf­ten ja, ob es gelingt, steht auf einem ande­ren Blatt geschrie­ben», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. «Ich darf sagen: Wir haben es alle geschafft. Es war und ist nicht immer ein­fach, aber unse­re Zukunft ist zum Glück nicht mit Fabi­en gestor­ben.»

«Als Gott merk­te, dass er sei­nen liebs­ten Engel ver­lo­ren hat­te, hol­te er ihn zurück».

Am Anfang ging das Ehe­paar zusam­men in die Selbst­hil­fe-Grup­pe. Nach drei-, vier­mal stell­te Reto Fried­li fest, dass das nichts für ihn sei und sei­ne Frau ging von da an allei­ne. «Wich­tig bei der Trau­er­ar­beit ist fol­gen­des», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch, «jeder soll, jeder muss, den Ver­lust sei­nes Kin­des so ver­ar­bei­ten, wie es für ihn stimmt und nicht auf die Art, wie es von ihm erwar­tet wird.» Wenn die Kin­der Noël­le, Féli­ce, Sévé­ri­ne oder Yanis Fra­gen stell­ten über Fabi­en oder sei­nen Tod, haben sie die Eltern immer beant­wor­tet. «Es war wirk­lich nicht ein­fach, damit umzu­ge­hen», sagt die Mut­ter, «denn die Fra­gen kamen, egal ob es für uns der rich­ti­ge Moment war oder nicht. Für unse­re Kin­der ist Fabi­en ihr Bru­der und zugleich ist er ihr Schutz­en­gel.»

Doo­fe Sprü­che und dum­me Fra­gen schmer­zen

Chris­ti­ne Fried­li Koch ging ein paar Jah­re in die Selbst­hil­fe­grup­pe «Regen­bo­gen» und wur­de spä­ter Kon­takt­per­son für den Kan­ton Schwyz. Seit ein paar Jah­ren ist sie im Vor­stand bei den Selbst­hil­fe­grup­pen des Kan­tons Schwyz und seit die­sem Jahr auch im Vor­stand von Regen­bo­gen Schweiz. «Mir geht es recht gut, natür­lich habe ich mei­ne Kri­sen – und so soll es sein.»
Weh tun Chris­ti­ne Fried­li Koch doo­fe Sprü­che ihrer Mit­men­schen oder die, ihrer Ansicht nach, dum­men Fra­gen. «Es gibt so vie­le Leu­te die etwas sagen, ohne wirk­lich dar­über nach­zu­den­ken. Letz­te Woche bin ich ernst­haft gefragt wor­den: ‹Trau­ert und ver­misst ihr Fabi­en immer noch?› Das hau­te mich fast um. Ich gab zu Ant­wort: ‹Ja, er ist immer noch tot.› Das kam dann nicht so gut an.»

Wie gestal­te­ten Sie die Abschieds­fei­er?

«Mein Mann woll­te eine Kre­mie­rung, ich einen Sarg», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. «Einer von uns bei­den muss­te nach­ge­ben, dis­ku­tie­ren kam nicht in Fra­ge, denn es brach­te ja nichts. Und einen Kom­pro­miss gab es nicht, einer muss­te ver­zich­ten.» Die trau­ern­de Mut­ter sag­te sich, kre­mie­ren sei umwelt­freund­li­cher, habe Zukunft und sei sau­be­rer, wenn es um die Auf­he­bung des Grab gehe. «Eigent­lich ist es ver­rückt», sagt sie «was einem so alles durch den Kopf geht. Mein Herz wünsch­te sich eine Erd­be­stat­tung mit weis­sem Sarg, aber Fabi­en wur­de kre­miert.»

Die Mut­ter gab nach. Wenn schon, denn schon. Dann aber umwelt­freund­lich, sag­te sie sich und such­te eine Urne aus spe­zi­el­lem Ton. «Der zer­setzt sich in kur­zer Zeit», sie lächelt. «Eigent­lich besu­chen wir seit Jah­ren ein lee­res Grab. Ich habe die Erde mit nach Hau­se genom­men und brauch­te sie für das Apfel­bäum­chen. Reto hat­te es für unse­ren Fabi­en gesetzt.»

Fabi­ens Beer­di­gung fand ohne Kin­der statt

Die Abschieds­fei­er gestal­te­te das Ehe­paar schlicht und ein­fach: «Unse­re bei­den Mädels waren nicht dabei», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. «Ich war ego­is­tisch und woll­te eine Fei­er ohne Kin­der. Ich woll­te ein­fach kei­ne Kin­der dabei haben. Woll­te ein letz­tes Mal nur für Fabi­en da sein. Für mich stimmt es, ich hof­fe für die bei­den auch.»
Fabi­en wur­de am Don­ners­tag, den 20. Sep­tem­ber 1995, in der Kin­der­ecke bei­ge­setzt auf dem Fried­hof der katho­li­schen Kir­che Frei­en­bach SZ. «Vis-a-vis bin ich auf­ge­wach­sen und mei­ne Eltern woh­nen immer noch dort.» Der Fried­hof ist für Fabi­ens Mut­ter wie eine zwei­te Hei­mat. «Dort lie­gen vie­le ver­stor­be­ne Men­schen, die ich kann­te. Und so besu­che ich nicht nur das Grab unse­res Fabi­en, son­dern auch ande­re Grä­ber.»

Geburts­tags­fei­er auf dem Fried­hof

Als die Kin­der noch klein waren, brach­ten sie an sei­nem Geburts­tag selbst­ge­ba­cke­ne Kuchen ans Grab. Am Todes­tag waren es jeweils Blu­men und Ker­zen sowie natür­lich ein Geschenk. An Weih­nach­ten bekommt Fabi­en bis heu­te einen geschmück­ten Ast des Weih­nachts­bau­mes. Das gan­ze Jahr dre­hen sich zwei bis drei Wind­räd­li. «Das ist Tra­di­ti­on», sagt Chris­ti­ne Fried­li. «Die Kin­der­grä­ber wer­den erst auf­ge­ho­ben, wenn es kei­nen Platz mehr hat – und das kann noch eine Zeit lang dau­ern. Wird das Grab auf­ge­löst, kommt der Grab­stein von Fabi­en zu uns in den Gar­ten unter sein Apfel­bä­um­li.»

Text: Mar­tin Schuppli/Foto: Pao­lo Foschi­ni

Ein­sied­ler Engel­wei­he an Fabi­ens Todes­tag

Der klei­ne Fabi­en starb vor 21 Jah­ren am 14. Sep­tem­ber. An die­sem Tag wird im Klos­ter­dorf Ein­sie­deln jeweils die «Engel­wei­he» gefei­ert. «Die­ses Jahr fällt die Engel­wei­he auf einen Mitt­woch», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch. Um 20 Uhr fin­det die fei­er­li­che Kom­plet statt, der Abt Urban vor­ste­hen wird. Anschlies­send an das von Klos­ter­ge­mein­schaft und Stift­schor gesun­ge­ne latei­ni­sche Nacht­ge­bet fin­det die Pro­zes­si­on mit dem Aller­hei­ligs­ten über den illu­mi­nier­ten Klos­ter­platz statt. «Die­se gros­se Pro­zes­si­on mit tau­sen­den von Ker­zen ist sehr ein­drück­lich», sagt Chris­ti­ne Fried­li Koch.

Auf der Home­page www.engelweihe.ch schrei­ben Abt Urban und die Mön­che des Klos­ters Ein­sie­deln Fol­gen­des:

Die Engel­wei­he ist das Wei­he­fest der Ein­sied­ler Gna­den­ka­pel­le. Gemäss einer mit­tel­al­ter­li­chen Legen­de hat Jesus Chris­tus im Jahr 948 per­sön­lich die Kapel­le zu Ehren sei­ner Mut­ter Maria geweiht.

Die Legen­de will in Wor­ten aus­drü­cken, was vie­le Men­schen seit über tau­send Jah­ren erfah­ren: Ein­sie­deln ist ein Gna­den­ort. Dafür dür­fen wir dank­bar sein! Und so bege­hen wir jedes Jahr am 13./14. Sep­tem­ber das Wei­he­fest der Gna­den­ka­pel­le mit fei­er­li­chen Got­tes­diens­ten und einer ein­drück­li­chen Pro­zes­si­on mit dem Aller­hei­ligs­ten.

Die Mön­che des Klos­ters Ein­sie­deln laden Sie schon jetzt ganz herz­lich zur Mit­fei­er der Engel­wei­he 2016 ein.

Kom­men Sie am 13. und 14. Sep­tem­ber 2016 nach Ein­sie­deln und erle­ben Sie ein ein­ma­li­ges Fest!

Ver­ein Regen­bo­gen

Sinn und Zweck des Ver­eins Regen­bo­gen ist die Unter­stüt­zung von Fami­li­en, die um ein ver­stor­be­nes Kind trau­ern sowie die För­de­rung von Freund­schaft und Soli­da­ri­tät unter den Betrof­fe­nen.

Wir sind eine kon­fes­sio­nell und poli­tisch strikt neu­tra­le Ver­ei­ni­gung von Eltern, die um ein ver­stor­be­nes Kind trau­ern. Die star­ken Gefüh­le, die ein sol­ches Ereig­nis aus­löst, ken­nen wir aus eige­ner Erfah­rung. Es gibt ver­schie­de­ne Wege, mit der Trau­er leben zu ler­nen. Jeder von uns muss dabei sei­nen eige­nen Weg fin­den. Zu wis­sen, dass wir mit der Situa­ti­on nicht allei­ne sind, ist für uns jedoch sehr hilf­reich.

Ver­ein Regen­bo­gen Schweiz
Post­fach | 3297 Leu­zi­gen BE

Tel. 0848 085 085 | info@verein-regenbogen.ch | www.verein-regenbogen.ch

PC-Kon­to 87–40941-2 | IBAN CH14 0900 0000 8704 0941 2

  • Mar­tin Schupp­li

    Dan­ke lie­be Chris­ti­ne Fried­li für das Ver­trau­en, das du mir und dem Team von DeinAdieu.ch ent­ge­gen­ge­bracht hast.

    • Chris­ti­ne Fried­li

      Bitte,aber eigent­lich muss ich dir dan­ken!🙂

  • KaTh­rin R. Rau­chen­stein

    Trurig…aber toll, dass Du durch Dis Enga­ge­ment au ande­re i so schwe­re Moment hilfsch❤️ Chris­ti­ne Fried­li

  • Doro­t­hée Buch­mül­ler

    Dan­ke für die­se berüh­ren­de Geschich­te und die Offen­heit.

  • Sabi­ne Zurück­zu­mir

    Lie­be Chris­ti­ne, ein wirk­lich sehr berüh­ren­der Arti­kel mit sehr viel Herz und Emo­tio­nen. Ich fin­de es sehr wich­tig, dass wir das The­ma offen ange­hen und so ein Stück­weit dazu bei­tra­gen, dass das The­ma “Abschied von unse­rem Kind” ein wenig mehr Gehör und Auf­merk­sam­keit bekommt.
    Ich durf­te letz­te Woche auch mit Mar­tin Schupp­li zusam­men sit­zen und ich war begeis­tert von sei­ner ein­fühl­sa­men und herz­li­chen Art. Es ist schön, wenn es Men­schen gibt, die ihr jour­na­lis­ti­sches Kön­nen einer so wich­ti­gen Sache zur Ver­fü­gung stel­len.
    Dein Stern­li ist sicher mäch­tig stolz auf Dich… 🌟
    Ein lie­ber Her­zens­gruss, Sabi­ne🐞

  • Domi­ni­que Höhener

    Vie­len Dank für die Geschich­te. Unser Sohn starb 1993.Wir muss­ten und müs­sen uns auch oft blö­de Fra­gen oder Bemer­kun­gen anhö­ren. Es tut gut zu lesen, dass es nicht nur bei uns der Fall ist. Unse­re Ster­nen­kin­der haben es ver­dient, dass man sie nach wie vor zur Fami­lie zählt.

    • Chris­ti­ne Fried­li

      Lie­be Dominique,herzlichen Dank. Kommt erwas verspätet,aber den­noch von 💞. Ich muss­te zuerst einen pas­sen­den Moment(für mich)finden um die Komis und die pn alle zu lesen. 💫🤗💫härz­lich Chris­ti­ne

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