Claudine Zuberbühler-Müller zwang ALS, die unheilbare Krankheit, bereits in den Rollstuhl. Das grösste Leid bereitete ihr nicht die Diagnose, sondern die Zeit davor. «Nicht zu wissen, woran ich leide, war schier unerträglich.» Seit fünf Monaten weiss die bald 64-Jährige: «Ich habe ALS.»
Wer des Lebens satt ist und sich sterbefastend von der Welt verabschieden möchte, muss damit rechnen, das Durstgefühl nicht ignorieren zu können.
Tony Ettlin jongliert mit Worten. Verschüttelt Buchstaben. Singt den Alpsegen mit träfen Nidwaldner Dialektwörtern. Er erzählt DeinAdieu von der «Freien Republik Schmiedgasse». Und er sagt: «Nach dem Tod bleibt nichts übrig – ausser einem Impuls für das nächste Leben».