Manuela Schmid, seit zehn Jahren Witwe und dezeit Regionalleiterin beim Verein Aurora, redete mit DeinAdieu.ch über den Tod ihres Mannes und wie sie den Schicksalsschlag verwunden hat. (Foto: Daniela Friedli)
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Manuela Schmid: «Als Roli starb, schrie mein Herz»

Manuela Schmid war 32 Jahre alt, als ihr Mann an den Folgen eines Hirntumors starb. Mit DeinAdieu sprach sie über diesen Schicksalsschlag.

Artikel verfasst von Martin Schuppli, Autor am
09. Juni 2017

Im Vorfeld der Adventszeit vor elf Jahren erlebten wir schwere Stunden auf der Onkologie des Kantonsspitals Aarau. Es war Freitag, der 17. November 2006. Uns stand ein Besprechungstermin bevor. Mein Mann hatte eine dreiteilige, «vorbeugende» Chemotherapie hinter sich. Die ersten beiden Halbjahreszyklen waren erfolgreich, die Ergebnisse des letzten Drittels sollten wir an diesem Tag erfahren. Wir freuten uns also auf das Gespräch mit dem Ärzteteam sowie auf das chemofreie Leben danach.

Situation und Ort waren uns durch die Vorgeschichte meines Mannes vertraut. Im Jahr 2000 wurde Roli wegen eines gutartigen Tumors operiert. Fünf Jahre später, kurz vor der Geburt unserer Tochter, stellten die Ärzte anlässlich einer PET-Untersuchung in Rolis Kopf erneut aktive Zellen fest und ordneten die dreiteilige Chemo an. Das war Zufall und Riesenglück.

Diagnose Tumor war ein Schock

Die Nachricht, dass Roli trotz Chemo erneut einen Tumor habe, der rasch operiert werden müsse, war für uns ein Schock. Niemand wusste genau, welcher Art der Tumor sei.

Diese Nachricht vermittelte uns das Ärzteteam so einfühlsam, wie es möglich war. Wir spürten die Anteilnahme der Onkologin und des Neurologen sehr. Der beigezogene Chirurg war sachlich und informativ. Für uns war es sehr unterstützend, zwei uns vertraute Ärzte an der Seite zu haben.

Witwe Manuela Schmid-Schwarb

Manuela Schmid-Schwarb spricht über den Tod ihres Mannes Roli. (Foto: Daniela Friedli)

In dieser schweren Stunde war unsere Tochter bei uns. Sie spürte sicher die Gefühle. Wir sprachen in einer ehrlichen und einfachen Sprache über die bevorstehenden Schritte: «Weisst du, der Papa ist krank, er muss ins Spital, dort wird er operiert, damit er gesund werden kann.»

Auf dem Nachhauseweg sind wir zu meinen Schwiegereltern gefahren, erzählten ihnen vom Befund. Ich glaube, sie merkten, dass es nicht gut ist.

Mit meinen Eltern sprachen wir ebenfalls sofort darüber. Es war meinem Mann wichtig, dass die Menschen im direkten und persönlichen Umfeld vom Tumor und der bevorstehenden Operation erfahren würden.

Die Zeit reichte nicht, um Abschied zu nehmen

Die Diagnose war ein Schock. Darüber zu reden, hat uns geholfen. Geholfen, alles zu verstehen und aktiv zu werden. Jeder von uns hat es den ihm nahestehenden Menschen mitgeteilt. Unsere Arbeitgeber informierten wir sofort.

Den schrecklichen Befund erhielten wir am Freitag, 17. November. 63 Tage später, am Freitag, 19. Januar 2007 starb Roli. An diesem Tag war der Austritt aus dem Spital geplant.

Es blieb nicht viel Zeit, Abschied zu nehmen. Das Bewusstsein des nahen Todes fehlte mir gänzlich. Und was in meinem Mann vorging, wusste ich genau so wenig. Anfänglich ging es Roli physisch noch sehr gut. Er arbeitete wie zuvor im Gartencenter, betreute an einem Tag in der Woche unsere Tochter, und ich verrichtete ebenso mein gewohntes Pensum im Kinderhort.

Während der ersten Adventswoche nahmen wir beide eine Woche Ferien. Das war so eine Tradition. Dann machten wir unsere Weihnachts- und Adventsvorbereitungen. Wir besuchten einen Weihnachtsmarkt, kauften Geschenke, dekorierten die Wohnung und genossen die Familienzeit. Anders als sonst war das Wissen über die Diagnose und das ständige Warten auf die Termine.

Witwe Manuela Schmid-Schwarb,

Manuela Schmid-Schwarb, seit zehn Jahren Witwe und derzeit Regionalleiterin beim Verein Aurora, redete mit DeinAdieu.ch über den Tod ihres Mannes und wie sie den Schicksalsschlag verwunden hat. (Foto: Daniela Friedli)

Nervenaufreibendes Warten auf Termine

Nach dieser Ferienwoche gingen wir beide wieder arbeiten. Schon am ersten Morgen rief mich mein Mann an und erzählte mir, dass er auf einer Seite nicht mehr so gut sehe. Dass er in Regale laufe und jetzt nach Hause gehen werde, da es ihm ein wenig ungeheuer sei. Er würde mit den Ärzten Kontakt aufnehmen. Und ich versprach, raschmöglichst nach Hause zu kommen.

Die Ärzte schickten uns in den Notfall, sie wollten wissen, was los sei. Roli hatte einen Sichtfeldverlust, den der Tumor im Hirn verursachte. Mein Mann erhielt ein weiteres Medikament und einen Termin für eine MRI-Untersuchung.

Die Warterei war schier unerträglich. Der Untersuchungstermin am Universitätsspital Zürich wurde er wegen eines Maschinendefektes kurzfristig verschoben. Wir erhielten ein neues Datum.

Danach war klar, Roli musste operiert werden. Zeit für einen Gedankenaustausch blieb wenig. Jeder von uns musste zuerst die eigenen Gedanken ordnen und damit klarkommen. Wir genossen das Zusammensein, wie wir das immer machten.

Weihnachtsfeier statt Operation

Den vorgeschlagenen OP Termin am 23. Dezember lehnte Roli ab, ohne darüber nachzudenken oder mit mir Rücksprache zu nehmen. Er begründete diese Haltung so, dass er Weihnachten mit seiner Tochter erleben möchte und nicht im Spital. Er wolle sie, das 13/4 Jahre alte Kind, die leuchtenden Augen und die Aufregung, an Weihnachten erleben. Gott sei Dank, war er so klar, als hätte er gespürt, dass es für ihn das letzte Mal sein würde, mit seiner Tochter Weihnachten zu feiern.

Als Roli dann am 3. Januar 2007 für die Operation ins Kantonsspital musste, fuhren Zuversicht und Hoffnung regelrecht Achterbahn. Zeit, mit diesem Schicksalsschlag fertig zu werden, blieb meinem Mann keine. Er war fröhlich, hatte seinen Humor behalten, war da für mich und unsere Tochter. Roli war zuversichtlich. Wir hatten die Erinnerung und das Wissen aus dem Jahr 2000, als er einen gutartigen Tumor im Kopf operieren musste. Wider erwarten war damals alles positiv verlaufen. Diese Erfahrung liess uns hoffen.

«Warum sprachen wir nie über das Sterben?»

Wenn es mir heute gut geht, glaube ich, dass alles richtig war und so sein musste. Geht es mir nicht so gut, dann zweifle ich. Ich frage mich dann, warum ich nicht länger als zwei Sekunden daran dachte, dass mein Mann sterben könnte. Warum bin ich am Tag bevor er starb früher aus dem Spital nach Hause gefahren. Warum erkannte ich nicht, ob das Sterben schon begonnen hat oder gleich beginnen würde? Warum konnten Roli und ich nicht darüber sprechen, uns vorbereiten? Es sind so viele Fragen, die mich von Zeit zu Zeit bewegen.

Tief in meinem Innern bin ich aber zu der Überzeugung gelangt, dass es so, wie es war, seine Richtigkeit hat. Ich glaube, dass vieles, ja das meiste, zwei Seiten hat. Oft erkennt man die Kehrseite aber erst später … oder man kann sie einfach nicht sehen.

«Ich weiss nicht, ob Roli Angst hatte vor dem Tod»

Seite Eins sagt mir, wir mussten dem bevorstehenden Tod nicht monatelang in die Augen sehen. Mein Mann konnte frei sterben, weil er den ersten Teil des Weges selber gegangen ist. Wir hielten ihn nicht zurück. Die zweite Seite sagt mir, ich wisse so Vieles nicht, was ich gerne gewusst hätte. Ich hatte keine Ahnung, wie mein Mann über den Tod, über das Sterben dachte. Hatte er Angst? Was machte ihn traurig? Was wünschte sich Roli von mir, von uns, was wollte er für die Bestattung?

Mein Mann starb am 19. Januar 2007. An diesem Freitagmorgen erhielt ich in der Früh einen Anruf des Stationsarztes. Er sagte mir, es wäre gut, wenn ich kommen würde. Er habe sich schon in der Nacht überlegt, mich anzurufen. Dann entschied er sich dagegen. Er wollte mich und meine Tochter nicht mitten in der Nacht wecken.

Ich fragte den Arzt ungläubig, ob mein Mann denn jetzt sterben würde. worauf er gesagt hat, ich hätte doch mit dem Arzt gesprochen. «Ja» sagte ich. «Wir hätten über das nach Hause gehen geredet.» Roli hätte das Spital an diesem Tag verlassen sollen und heimkommen dürfen. Ich bat den Arzt, meine Schwiegereltern anzurufen. Sagte ihm, ich würde das nicht schaffen. Meinen Eltern telefonierte ich selbst. Sie wohnten im selben Haus. Ich bat meine Mutter, zu kommen, ich müsse ins Spital. Sie sagt, mein Vater würde mich fahren. Ich schnappte mir einige Dinge meiner Tochter, ein Nuschi etwa. Auf diese Weise sollte sie bei ihm sein. Ich weiss überhaupt nicht mehr, was ich alles gedacht habe auf der Fahrt … Ich weiss nicht, ob ich mit meinem Vater gesprochen habe. Seine stille Anwesenheit tat mir aber sehr wohl. Ich kam ins Spital, wo Rolis Familie bereits im Gang auf mich wartete …

Den Schritt ins Zimmer machte ich mit unglaublichen Schmerz in meinem Herzen.

«Meine Anwesenheit machte Roli ruhiger»

Ich habe die Dinge, die ich von zu Hause mitgebracht habe, um ihn herum verteilt, habe ihm die Hand gehalten, war mit meinen Schwiegereltern und meiner Schwägerin einfach da … Jeder von uns war auf seine ganz eigene Art an der Seite meines Mannes. Jeder war für sich und doch waren wir alle füreinander da. Die Situation am Bett des Schwerkranken machte uns alle unglaublich ohnmächtig.

Unsere Anwesenheit schien meinem Mann gut zu tun. Mich dünkte, Roli atmete ruhiger.

Anfänglich kommunizierte ich in Gedanken mit ihm. Mit der Zeit sprach ich laut. Sagte ihm, dass er gehen dürfe. Sagte, dass es gut sei, und ich wisse, er wolle so nicht leben. Sagte ihm, dass ich es schaffen würde.

Irgendwann kam der Arzt vorbei, erklärte uns das Unfassbare. Sagte, sie hätten am Tag vorher ein CT gemacht, als es Roli so schlecht ging. Dabei hätten sie gesehen, dass alle Bemühungen zu spät seien. «Der Tumor ist förmlich explodiert.» Weiter sagte er, dass mein Mann heute im Verlauf des Tages sterben würde.

Der Sterbende verspürte keine Schmerzen

Ich wollte wissen, ob Roli Schmerzen habe? Der Arzt beruhigte mich und erklärte, dass es vier Hirnzentren gebe. Wenn das eine Zentrum ausgeschaltet sei, fiele der Patient in eine Art Schlafzustand und spüre keinen Schmerz, dämmere vor sich hin. Bei Roli seien bereits zwei Zentren ausgestiegen. Wenn nun die restlichen Zentren ausstiegen, dann würde er sterben.

Dann ging der Arzt. Ich drehte mich um, schlug gegen das Fenster, sagte oder dachte für mich: «Ich halte das nicht mehr lange aus.» Dann drehte ich mich um zu Rolis Bett, nahm seine Hand und in diesem Moment hörte er auf zu Atmen. Alles war plötzlich still, eine Stille, die kaum auszuhalten war, und in meinem Herzen schrie es.

«Ich wollte die Beerdigung einfach überleben»

Fragt mich jemand, wie ich die Bestattung, die Beerdigung erlebte, dann sage ich: «Ich wollte sie überleben.» Sie war auf einen Nachmittag angesetzt, und ich fand es schlimm, warten zu müssen, bis es endlich so weit war. Ich wollte einfach, dass diese Trauerfeier vorbeigeht. Zugleich plagte mich die Angst, was danach kommt. Unsere Tochter hat den Gottesdienst verschlafen, zum Glück. Sie hatte damals immer das Flair, zu schlafen, wenn es schwierig wurde für mich. Ihre Art sich abzugrenzen.

Ich war gerührt, wie viele Menschen in der Kirche waren. Aber Vieles ging an mir vorbei. Es war wie in einem schlechten Traum, von dem ich hoffte, dass er bald vorbei sein würde. Ich wollte eigentlich nicht Schwarz tragen. Kurz vor dem Gottesdienst zog ich mich doch noch um, weil ich gemerkt hatte, dass ich die schwarze Kleidung brauchte, um mich zu schützen.

Manuela Schmid-Schwarb im Gespräch mit DeinAdieu-Autor Martin Schuppl

Ernstes Interview mit fröhlichen Momenten: Manuela Schmid-Schwarb im Gespräch mit DeinAdieu-Autor Martin Schuppli. (Foto: Daniela Friedli)

«Ich verliess die Beisetzung frühzeitig»

Die Beisetzung habe ich verlassen, bevor alle beim Grab meines Mannes vorbeigegangen waren … Irgendwann hielte ich es nicht mehr aus. Das Zusammensein später im Restaurant hat mir geholfen, einen Schritt vorwärts Richtung Alltag zu machen. Das wurde mir allerdings erst später bewusst. Ich spürte, dass viele Rituale, die früher gelebt wurden, durchaus ihre Berechtigung haben.

Im ersten Jahr fühlte ich mich ein wenig wie eingepackt in eine Wattewolke. Alles fühlte sich dumpfer oder weiter weg an. Sowohl Lachen wie Weinen. Im zweiten Jahr fühlte ich mich nicht mehr so eingepackt. Die Gefühle waren wieder intensiver geworden, Freude wie Trauer. Man könnte sagen, die Farben des Lebens waren wieder bunter geworden und die Töne lauter … das war gut, aber nicht immer ganz einfach anzunehmen.

Das Lachen bringt Tränen

Des Lebens freuen konnte ich mich immer wieder – meist im Zusammenhang mit unserer Tochter. Sie ist das pure Leben. Sie ist mein Ein und Alles. Das Lachen mit ihr brachte auch Tränen. Denn ich konnte das Lachen nicht mehr mit meinem Mann teilen.

Immer wieder hörte ich Roli antworten auf Fragen von mir. Das zauberte mir ein Lächeln ins Herz. Er hatte eine ganz eigene Art von Humor. Alle diese Dinge, die mich zum lachen brachten, lösten ebenfalls Trauer aus, denn die Erinnerungen schmerzten sehr.

Die Auf und Abs werden seltener

In den Wochen und Monaten nach Rolis Tod war ich sehr glücklich, ein gutes Netzwerk zu haben.

Wobei niemand einen trösten kann. Leider. Für mich war und ist Trost, wenn Menschen da sind, zur richtigen Zeit, am richtigen Ort. Ich glaube, es ist für das Umfeld sehr schwierig «nichts tun zu können, was die Realität ändert». Jedoch ist es von unbeschreiblichem Wert, dass ich Menschen um mich hatte, die mir einfach die Hand reichten. Menschen, die keine Ansprüche stellten. Menschen, die mir immer wieder die Hand reichten, auch wenn ich schon fünfmal ablehnte oder wenn ich schon zwei Wochen lang nicht wusste, wie ich jetzt Weihnachten «feiern» wollte. Es war diese Unschlüssigkeit, die ich spürte und die mein Umfeld immer wieder aushalten musste. Trotzdem sind sie bei mir geblieben. Trotzdem hatten sie Verständnis und machten mit bei den vielen Auf und Abs.

Das machen sie heute noch, denn es gibt sie zwar seltener die Auf und Abs, aber es gibt sie immer noch, auch nach zehn Jahren. Trotz neuer Beziehung. Trotz unserer wunderbaren, farbenfrohen Patchwork-Family.

Text: Martin Schuppli, Foto: Daniela Friedli

Aurora hilft Verwitweten, wenn der Tod ins Leben greift

Eine grosse Hilfe und Stütze war und ist für Manuela Schmid der Verein AURORA. «Ich stiess kurz nach Rolis Tod im Internet auf die Informations- und Kontaktstelle für Verwitwete. Der Austausch mit Frauen und Männern, die in ähnlichen Lebenssituationen wie ich sind, tat mir gut. Ich spürte: ‹Du bist nicht allein. Du bist nicht die Einzige.› So ging ich mit meiner Tochter an die Events, genoss dann und wann das Freizeitprogramm. Daran nehmen viele Familien teil. Das tat mir und meinem Kind gut.»

Der Verein AURORA ist in verschiedenen Regionalgruppen organisiert. Manuela Schmid: «Bei uns sind verwitwete Menschen mit Kindern herzlich willkommen. Sie können einfach mal reinschauen bei einem Treff oder nach Absprache mit der Präsidentin oder der Regionalleitung bei einem Ausflug dabeisein mit den Kindern. Die Treffen in den verschiedenen Regionen der Schweiz sind für Erwachsene gedacht, die Ausflüge für Erwachsene und ihre Kinder. So haben Interessierte die Möglichkeit, zu schauen, ob sie Mitglied werden möchten, um weiterhin die verschiedenen Angebote in Anspruch zu nehmen.»

Manuela Schmid engagiert sich als Regionalleiterin im Verein. Es ist ihr ein grosses Anliegen, noch andere Betroffene für diese Arbeit zu begeistern. «Wir suchen immer Leute, die sich engagieren.»

Verein AURORA
Margret Föppl
Bruggweg 18, 4144 Arlesheim

Tel.: 079 930 03 21

info@verein-aurora.ch | www.verein-aurora.ch

  • Yolanda Elmiger-Brutschi

    Schön gschrebe,alles Gueti Manuela und Familie.

  • Sandra Obrist-Zaugg

    Liebi Manuela Schmid-Schwarb, das isch sehr schön gschriebe. En liebe Mensch vergisst mer nie au nach vele Johre nid! Mer gohts so mit mim Sohn. Ich wünsch der ond diner Familie alles gueti ond ganz vel ☀️ im Herze.
    Lg Sandra

  • Silvia Wächter-Berger

    Danke für die Offeheit und dass Du da mit eus teilsch, Du hesch es berüehrend beschribe.
    Und s Föteli isch bezaubernd 🌸

  • Brigitte Beer

    Dieser Bericht von Frau Schmid hat mich sehr berührt. Vieles erinnerte mich an den Tod meines Lebenspartners. Er musste jedoch nicht so jung sterben.

    Vorallem die Aussage, dass man Vieles hinterfragt später, hat mich so sehr an mich erinnert. Auch wir habe nie direkt über das Sterben gesprochen. Der Tod kam auch irgendwie überraschend. Die Ärzte sagten immer den Krebs haben wir im Griff im Moment. Ich hatte wenigstens dann doch etwa 10 Tage Zeit zum Abschied nehmen, als klar war, dass die Ärzte nichts mehr für meinen Partner tun könnten. Doch ich war gar nicht in der Lage mich in Ruhe damit auseinander zu setzen. Mein Partner konnte es nicht mehr weil er oft schlief und nicht mehr in der Lage war seine Situation einzuschätzen. Und ich war dauern auf Trab. Musste zur Arbeit, der Austritt vom Spital nach Hause musste organisiert werden, Besuche bei ihm, Arztgespräche …
    Doch ich denke, es war gut so wie es war, trotz ab und zu Zweifel, was wäre gewesen wenn …
    Ich bin einfach sehr dankbar, dass er zu Hause bei mir sterben durfte.
    Ein herzliches Dankeschön für diesen Beitrag.
    Brigitte Beer

  • Christine Kaufmann

    Liebe Manuela, wir kennen uns nicht persönlich – ich bin die schwester von regi kaufmann – aber regi hat schon oft von dir erzählt und roli kannte ich auch vom sehen her.
    Ich habe gerade den text von dir gelesen und er hat mich sehr berührt. So schön dass du deine erlebnisse teilst und so hilfst hemmungen abzubauen.
    Wünsche dir weiterhin ganz viel kraft.
    Liebe Grüsse chrige

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