Dr. med. Alois Birbaumer, langjähriger Präsident von Hospiz Zug und Beirat von DeinAdieu.ch schreibt über Sterbefasten. (Foto: Daniela Friedli)
Home / Blog / Ster­be­fas­ten: Alter­na­ti­ve für selbst­be­stimm­tes Ster­ben?

Ster­be­fas­ten: Alter­na­ti­ve für selbst­be­stimm­tes Ster­ben?

Ster­be­fas­ten. Frei­tod­be­glei­tung. Sui­zid. Wer sein Lebens­en­de selbst­be­stimmt regeln möch­te, soll­te sich früh­zei­tig Gedan­ken über den Tod machen.

Artikel verfasst von Dr. med. Alois Birbaumer am
23. Juni 2017

Selbst­be­stim­mung, das Mot­to der 68er-Bewe­gung, kommt in die Jah­re. Ihre Ver­fech­ter und Vor­kämp­fe­rin­nen müs­sen lang­sam ans Ster­ben den­ken. Vor knapp 50 Jah­ren stan­den sie auf der Stras­se und pro­tes­tier­ten gegen ein­ge­bür­ger­te, star­re Struk­tu­ren. Sie bekämpf­ten u. a. die damals vor­herr­schen­de Sexu­al­mo­ral. Sie plä­dier­ten für Selbst­be­stim­mung, Auto­no­mie. Sie konn­ten sich mit den auto­ri­tä­ren Staats­ge­bil­den nicht ein­ver­stan­den erklä­ren. Eine Gene­ra­ti­on pro­tes­tier­te, und jetzt kommt sie ins Alter. Ihre Prot­ago­nis­ten gehen lang­sam gegen 80 Jah­re zu und möch­ten das unaus­weich­li­che Ster­ben eben­falls selbst bestim­men.

Selbst­be­stim­mung am Lebens­en­de ist kein neu­er Trend

Ster­be­fas­ten oder «Frei­wil­li­ger Ver­zicht auf Nah­rung und Flüs­sig­keit» (FVNF) gab es schon vor Jahr­hun­der­ten. Selbst­be­stim­mung am Lebens­en­de ist also kein neu­er Trend. In ver­schie­de­nen Kul­tu­ren wird und wur­de die­se Form des Ster­bens ange­wandt. «Das Ster­be­fas­ten galt in der Anti­ke als Todes­art der Phi­lo­so­phen», schreibt Die­ter Birn­ba­cher in sei­nem Buch «Tod». Dabei erwähnt er den grie­chi­schen Phi­lo­so­phen Demo­krit sowie den römi­schen Kai­ser und Phi­lo­so­phen Marc Aurel.

In der hin­du­is­ti­schen Tra­di­ti­on wird das Ster­be­fas­ten bis heu­te prak­ti­ziert. Und in unse­rem Kul­tur­kreis wur­de die­se Art des Ster­bens schon vor 500 Jah­ren beschrie­ben. Tho­mas Morus* notier­te 1516 in sei­ner Uto­pia (De opti­mo sta­tu rei publi­cae deque nova insu­la Uto­pia): «Die­je­ni­gen, die sich sol­cher­ge­stalt haben über­re­den las­sen, enden ihr Leben ent­we­der frei­wil­lig durch Nah­rungs­ent­hal­tung oder erhal­ten ein Schlaf­mit­tel und fin­den im bewusst­lo­sen Zustand ihre Erlö­sung».

Ster­be­fas­ten: Noch kei­ne detail­lier­ten For­schungs­re­sul­ta­te

Das Ster­ben durch FVNF ist noch immer nicht detail­liert erforscht. Fach­leu­te neh­men an, dass die Häu­fig­keit eines Todes durch «Fas­ten» bei gut zwei Pro­zent der Gesamt­be­völ­ke­rung liegt. Eine Zahl, die die Auto­ren Cha­bot und Goed­hart 2009 im ers­ten Buch über das Ster­be­fas­ten publi­zier­ten. Ent­spre­chend der infor­ma­ti­ven Zusam­men­stel­lung von Ursu­la Klein Rema­ne in der Zeit­schrift «pal­lia­ti­ve ch» vom März 2015 gibt es bis­her sehr wenig Wis­sen zum Erle­ben der Ster­ben­den und Ange­hö­ri­gen sowie zum Ver­lauf bei einem FVNF.

Im Vor­wort der Zusam­men­stel­lung eines Sym­po­si­ums des Pal­lia­tiv­zen­trums am Insel­spi­tal Bern (Folia Bio­ethi­ca, 2015) schreibt Dr. Stef­fen Eychmül­ler, lei­ten­der Pal­lia­tiv­me­di­zi­ner am Ber­ner Insel­spi­tal und Vize­prä­si­dent von pal­lia­ti­ve ch.: «Die Gefahr ist gross, dass der FVNF zu einer wenig dif­fe­ren­zier­ten und medi­al auf­ge­heiz­ten Debat­te führt, wo ein­zel­ne Schlag­wor­te über­be­tont wer­den und wo vor allem ein wesent­li­cher Punkt unre­flek­tiert bleibt: Es gibt kei­ne kla­ren Erkennt­nis­se über das bes­te Vor­ge­hen sowie über Wir­kun­gen und Neben­wir­kun­gen, sei­en sie gesell­schaft­li­cher, psy­chi­scher, spi­ri­tu­el­ler oder auch juris­ti­scher Natur.»

Ich ver­su­che, unser knap­pes Wis­sen in Kurz­form zusam­men­zu­tra­gen.

Ster­be­fas­ten oder assis­tier­ter Sui­zid?

Ist Ster­be­fas­ten wirk­lich eine gang­ba­re und ver­tret­ba­re Alter­na­ti­ve zur Frei­tod­be­glei­tung, also zum assis­tier­ten Sui­zid?

Beim assis­tier­ten Sui­zid han­delt es sich um einen defi­ni­ti­ven Pro­zess. Wer ihn ein­mal begon­nen hat, kann ihn nicht mehr abbre­chen. Hat der Ster­be­wil­li­ge das Glas mit Natri­um­pen­to­bar­bi­tal getrun­ken, gibt es kein Zurück. Nur kur­ze Zeit spä­ter schläft er ein und im Schla­fe stirbt er ruhig, unwi­der­ruf­lich.

Das Ster­be­fas­ten ist ein Pro­zess, den der Ster­be­wil­li­ge nach drei bis sie­ben Tagen abbre­chen kann, ohne Scha­den zu erlei­den. Es for­dert not­wen­di­ger­wei­se eine gut bespro­che­ne und zum Teil inten­si­ve Betreu­ung. Fami­lie und Freun­de wer­den wäh­rend meist 8 bis 14 Tagen inten­siv mit dem Ster­ben kon­fron­tiert. Eine medi­zi­ni­sche Betreu­ung ist je nach Zustand des Ster­be­wil­li­gen not­wen­dig, eine pal­lia­ti­ve Pfle­ge unum­gäng­lich. Wohl umsorgt kann der Ster­be­wil­li­ge sei­ner Welt ruhig Adieu sagen, sofern er sich nicht in einer uner­träg­li­chen Situa­ti­on befin­det.

So betrach­tet, han­delt es sich beim FVNF nur beschränkt um eine Alter­na­ti­ve zur Frei­tod­be­glei­tung. Der Sterbende/Sterbewillige wählt eine Form von zwei grund­sätz­lich unter­schied­li­chen Wegen: FVNF ver­langt ein lan­ges Durch­hal­te­ver­mö­gen, einen star­ken Wil­len und belas­tet in der Ster­be­pha­se die Ange­hö­ri­gen unter Umstän­den sehr. Eine Frei­tod­be­glei­tung dage­gen ist ein defi­ni­ti­ver Ent­scheid nach lan­ger Vor­be­rei­tung und vie­len Gesprä­chen, die Ster­be­pha­se ist kurz.

Ster­be­fas­ten. Eine natür­li­che Todes­art

Ster­be­fas­ten kann ein Ster­ben sein, bei dem sich jemand nicht expli­zit fürs Ster­be­fas­ten ent­schei­det.

Mit Sicher­heit ster­ben vie­le, sehr vie­le durch ein Ster­be­fas­ten, ohne dass sie dies gezielt anstre­ben. Vie­le schwa­che, älte­re oder durch einen kon­su­mie­ren­den Tumor geschwäch­te Men­schen kön­nen oder wol­len nicht mehr essen. Viel­leicht haben sie eine Pati­en­ten­ver­fü­gung, in der sie schrei­ben, dass sie bei Nah­rungs­ver­wei­ge­rung kei­ne Nah­rung, kei­ne Infu­si­on mehr wol­len.

Unter Umstän­den kön­nen sie nicht mehr schlu­cken, oder sie haben kei­nen Appe­tit mehr und wol­len nicht mehr schlu­cken. Sie kön­nen bei kla­rem geis­ti­gem Zustand sagen, dass sie ein­fach nichts mehr essen wol­len, oder abge­neigt sei­en, zu essen. Nach und nach ster­ben sie. Gut mög­lich, dass die feh­len­de Nah­rungs- und Flüs­sig­keits­zu­fuhr das Ster­ben beschleu­nigt.

Bei die­ser Art des Ster­bens han­delt es sich eben­so um eine Form des Ster­be­fas­tens, auch wenn die­sen Pro­zess nie­mand als Ster­be­fas­ten bezeich­nen wür­de. Ein lega­les, men­schen­wür­di­ges Ster­ben über das nie­mand dis­ku­tiert, das nie­mand in Fra­ge stellt. Ein Ster­ben, wie es bereits Tho­mas Morus vor 500 Jah­ren beschrie­ben hat. Ein Ster­ben, dem nie­mand wider­spro­chen hat und dem nie­mand wider­spre­chen wird. Die­se Form des Ster­bens ist nicht gleich­zu­set­zen mit dem geziel­ten, geplan­ten und vom Ster­be­wil­li­gen bewusst vor­ge­nom­me­nen Ster­be­fas­ten mit dem FVNF. Beim FVNF benö­tigt es eine gros­se Dis­zi­plin und eine ganz beson­de­re Aus­dau­er. Es ist ein Wil­lens­akt, der viel Ener­gie braucht.

Ster­be­fas­ten löst ver­schie­de­ne Pro­zes­se aus

Das Ster­be­fas­ten oder der FVNF zeigt einen soma­ti­schen Ver­lauf, den man teil­wei­se genau auf­zeich­nen kann. Das Hun­ger­ge­fühl ver­schwin­det nach unge­fähr drei Tagen. Fas­ten­de, beson­ders Heil­fas­ten­de, erwäh­nen klar eupho­ri­sche Gefüh­le. Die Ursa­che die­ser Momen­te liegt in der Bil­dung von Keto­nen im Stoff­wech­sel der Hun­gern­den, die wie­der­um das Opi­oid-Sys­tem im Gehirn akti­vie­ren und zu einer Aus­schüt­tung von Endor­phi­nen führt, was zu eupho­ri­schen Gefühls­zu­stän­den füh­ren kann und gleich­zei­tig das Hun­gern erträg­li­cher gestal­tet. Das im Mund­raum ent­ste­hen­de Durst­ge­fühl bleibt sehr lan­ge erhal­ten. Durch gute Mund­pfle­ge kön­nen es Pfle­gen­de unter Kon­trol­le brin­gen.

Fach­leu­te neh­men an, dass das Ster­be­fas­ten bei den Ster­ben­den übli­cher­wei­se nicht leid­voll ist. Ande­rer­seits wird die­se Tat­sa­che wie­der infra­ge gestellt. Vor allem bei jün­ge­ren Pati­en­ten mit Demenz, die sich für das Ster­be­fas­ten inter­es­sie­ren, sagt Chris­ti­na Krebs, Geschäfts­lei­te­rin der Zür­cher Alz­hei­mer­ver­ei­ni­gung: «Der Kör­per einer 50-Jäh­ri­gen ist noch fit, der Tod durch Ver­durs­ten und Ver­hun­gern dau­ert des­halb lang und ist elen­dig­lich.» (Simon Hehl, Ster­be­fas­ten, NZZ am Sonn­tag, 03.03.2017).

Erlischt der Lebens­wil­le, soll man Ster­ben­de gehen las­sen

Sowohl Peter Breit­schmid, Pro­fes­sor für Pri­vat­recht an der Uni­ver­si­tät Zürich, wie Albert Wett­stein erklä­ren, Pfle­gen­de und Ange­hö­ri­ge wür­den am bes­ten ein Urteil über den Ster­be­wil­len, der an Demenz erkrank­ten Pati­en­ten fäl­len kön­nen. Sie ken­nen den demen­ten Pati­en­ten gut: «Wenn Ange­hö­ri­ge und ins­be­son­de­re erfah­re­ne Pfle­gen­de mer­ken, dass der Lebens­wil­le erlischt, sol­len sie den Betrof­fe­nen gehen las­sen – egal, ob er eine Pati­en­ten­ver­fü­gung unter­schrie­ben hat oder nicht», wer­den sie im NZZ-Arti­kel zitiert.

Ver­zicht auf koh­le­hy­dratrei­che Geträn­ke

Dr. Bick­hardt, Erding schreibt im «Deut­sches Ärz­te­blatt» vom 4.4.2014, dass die wohl sanf­tes­te Form der FVNF die pri­mä­re Ein­stel­lung der Nah­rungs­zu­fuhr sei. Dabei soll­ten Pfle­gen­de kei­ne koh­le­hy­dratrei­chen Geträn­ke ver­ab­rei­chen, die ein Hun­ger­ge­fühl aus­lö­sen. Nach vier bis sie­ben Tagen kön­ne das Trin­ken ein­ge­stellt wer­den. Dann kom­me es nach Ablauf einer wei­te­ren Woche zum töd­li­chen Nie­ren­ver­sa­gen. Das sei häu­fig beglei­tet von Ein­trü­bun­gen und Bewusst­seins­ver­lust, ver­ur­sacht durch eine Erhö­hung des Harn­stof­fes.

In ande­ren Lite­ra­tur­stel­len wer­den 40 ml Flüs­sig­keit pro Tag emp­foh­len, ohne genaue Hin­wei­se zu geben auf die Art der Flüs­sig­keit. Der Tod tritt laut die­sen Lite­ra­tur­stel­len durch Herz-Rhyth­mus­stö­run­gen auf und schwe­re Infek­tio­nen wie Lun­gen­ent­zün­dung. Neben der psy­chi­schen und even­tu­ell spi­ri­tu­el­len Betreu­ung benö­tigt der Ster­ben­de oft vor allem Schmerz- und Beru­hi­gungs­mit­tel sowie eine gute Kör­per­pfle­ge. Dazu gehört das Befeuch­ten der Schleim­häu­te sowie das Umla­gern des Pati­en­ten.

Ster­be­fas­ten: Für Ange­hö­ri­ge eine Belas­tung

Das Ster­ben durch FVNF beschrei­ben Pfle­gen­de meist als «very good death». Und sie stu­fen es auf einer Ska­la von 1–9 mit acht Punk­ten als «Gut» ein (Ganz­ini et al., 2003). Stu­di­en, wie Ange­hö­ri­ge die­ses Ster­ben erle­ben, exis­tie­ren nicht. Sie sind nach ver­schie­de­nen Aus­sa­gen vie­len Belas­tun­gen aus­ge­setzt und mit ver­schie­de­nen Schwie­rig­kei­ten kon­fron­tiert. Aus die­sem Grun­de sind genaue Infor­ma­tio­nen der Ange­hö­ri­gen aus­schlag­ge­bend. Vor allem der Hin­weis, dass sie das Rich­ti­ge tun, da sich der Pati­ent für die­se Form des Ster­bens ent­schie­den hat. Die Ange­hö­ri­gen, aber auch die Pfle­gen­den müs­sen ver­su­chen, die Nöte der Ster­ben­den, ihre Schwie­rig­kei­ten, Ängs­te und Sor­gen zu ertra­gen.

Soll­te sich jemand für Ster­be­fas­ten ent­schei­den, sind fol­gen­de Vor­aus­set­zun­gen zu beach­ten:

Grund­sätz­lich habe ich Mühe, wenn sich jemand defi­ni­tiv auf eine Form sei­nes Ster­bens fest­legt. Es ist nicht vor­aus­seh­bar, wel­chen Weg das per­sön­li­che Ster­ben ein­schla­gen wird. Ent­schei­dend ist jeden­falls, sich Optio­nen vor Augen zu füh­ren. Optio­nen, die für die betrof­fe­ne Per­son als stim­mig erach­tet wer­den. Sol­che Optio­nen kann man mit zustän­di­gen Per­so­nen bespre­chen, etwa mit dem Haus­arzt. Mög­lich ist auch, dass man sich an eine Orga­ni­sa­ti­on wen­det wie palliacura.ch, eine Stif­tung von Exit Schweiz oder sich bei www.sterbefasten.ch kun­dig macht.

Detail­lier­te Infor­ma­tio­nen hel­fen bei der Ent­schei­dung

Im Fal­le einer für den Pati­en­ten uner­träg­li­chen Krank­heit besteht dem­zu­fol­ge die Mög­lich­keit, sich gene­rell für das Ster­be­fas­ten zu ent­schei­den. Dies bedingt dann, sich über das Vor­ge­hen zu infor­mie­ren, sich das Vor­ge­hen erklä­ren zu las­sen. Zudem Fami­lie und Freun­de ins Ver­trau­en zu zie­hen. Mit ihnen das detail­lier­te Vor­ge­hen vor­zu­be­rei­ten. Sich klar zu wer­den über das wo und falls ja, mit wel­cher Orga­ni­sa­ti­on.

Im Prin­zip müs­sen drei Punk­te erfüllt sein:
1. Der Ster­be­wil­li­ge, der mori­bun­de, also tot­ge­weih­te Pati­ent, ent­schei­det sich in einem Zustand, da er noch trin­ken und essen könn­te, dar­auf zu ver­zich­ten, um vor­zei­tig aus dem Leben zu schei­den.
2. Er ist sich bewusst, dass er damit den Todes­ein­tritt vor­an­treibt.
3. Er ist zum Zeit­punkt der Ent­schei­dung urteils­fä­hig und ent­schei­det ohne äus­se­ren Druck und in vol­lem Wis­sen der Bedeu­tung sei­ner Ent­schei­dung.

Pati­en­ten­ver­fü­gung hilft Ster­be­wil­le durch­zu­set­zen

Infor­ma­tio­nen über die ver­schie­de­nen Mög­lich­kei­ten des Ster­bens erhal­ten Inter­es­sier­te heu­te pro­blem­los, auch von objek­ti­ven Stel­len. Das hilft, den Pro­zess in Gang zu set­zen, falls sich jemand für FVNF ent­schei­det. Viel­leicht haben sie dann in der ent­schei­den­den Situa­ti­on aber eine ande­re Vor­stel­lung des Ster­be­pro­zes­ses oder einen ande­ren Wunsch. Das gilt übri­gens für alle Ster­be­for­men, die in Erwä­gung gezo­gen wer­den. Ent­schei­dend ist, dass man kon­kre­te Wün­sche für die­se Pha­se des Lebens in der Pati­en­ten­ver­fü­gung fest­hält. Nach Albert Wett­stein, er war bis 2011 Stadt­arzt in Zürich, sei eine Pati­en­ten­ver­fü­gung nötig, um den Wil­len zum Ster­be­fas­ten durch­set­zen zu kön­nen. Das sag­te er laut NZZ am Sonn­tag vom 03.03.2017.

Es ist äus­serst wich­tig, dass Pfle­gen­de, Betreu­en­de vor einer geplan­ten FVNF im Vor­feld zu allen Bezugs­per­so­nen des Ster­be­wil­li­gen Kon­takt auf­neh­men und mit ihnen über das Ansin­nen des Pati­en­ten spre­chen. Die Ange­hö­ri­gen müs­sen infor­miert wer­den, wie das Ster­be­fas­ten ver­läuft, mit wel­chen Neben­wir­kun­gen zu rech­nen ist und dass wäh­rend der ers­ten vier bis sie­ben Tage noch immer die Mög­lich­keit besteht, den Ent­schluss rück­gän­gig zu machen.

Ster­be­fas­ten: Sui­zid oder natür­li­cher Tod?

Recht­lich wird dis­ku­tiert, ob es sich beim FVNF um eine Bei­hil­fe zum Sui­zid han­delt oder ob es sich um einen natür­li­chen Tod han­delt. Da es sich, im Gegen­satz zum beglei­te­ten Sui­zid, um kei­ne Ein­wir­kung von aus­sen han­delt, wird meist von einem natür­li­chen Tod gespro­chen. Woll­te man eine FVNF ärzt­lich behan­deln, also das Ster­ben ver­hin­dern, hät­te man als ein­zi­ge Alter­na­ti­ve eine Zwangs­er­näh­rung, die hin­ge­gen einer straf­ba­ren Kör­per­ver­let­zung gleich­kommt.

Arzt­recht beruht auf Selbst­be­stim­mung des Pati­en­ten

Juris­tisch exis­tie­ren in der Schweiz bezüg­lich FVNF noch kei­ne offi­zi­el­len Stel­lung­nah­men. Regi­na Aebi-Mül­ler, Pro­fes­so­rin für Pri­vat­recht und Pri­vat­rechts­ver­glei­chung an der Uni­ver­si­tät Luzern sowie Bei­rat von DeinAdieu, schreibt in der oben erwähn­ten Folia Bio­ethi­ca zum FVNF: «Die recht­li­che Ein­ord­nung des Frei­wil­li­gen Ver­zichts auf Nah­rung und Flüs­sig­keit (FVNF) hat ihren Aus­gangs­punkt im all­ge­mei­nen Arzt­recht. Die­ses wie­der­um beruht – min­des­tens seit eini­gen Jahr­zehn­ten – auf dem Grund­satz der Selbst­be­stim­mung des urteils­fä­hi­gen Pati­en­ten. (…) Der Pati­ent kann mit Bezug auf sei­nen Ster­be­wunsch und einen FVNF nur dann selbst­be­stimmt ent­schei­den, wenn er über sei­ne Dia­gno­se, die Behand­lungs­mög­lich­kei­ten und
-alter­na­ti­ven, Risi­ken und Chan­cen einer Behand­lung oder Behand­lungs­ver­wei­ge­rung auf­ge­klärt wur­de. (…) Für einen gül­ti­gen Ent­scheid, auf wei­te­re kura­ti­ve Mass­nah­men zu ver­zich­ten und dem eige­nen Leben mit­tels FVNF ein Ende zu berei­ten, bedarf es fer­ner der Auf­klä­rung über die Fol­gen die­ses Ent­scheids. (…) Mit einer Pati­en­ten­ver­fü­gung kann ein noch urteils­fä­hi­ger Pati­ent ver­bind­li­che Anord­nun­gen für den Fall der spä­te­ren Urteils­un­fä­hig­keit tref­fen. (…) Damit erweist sich die PV als geeig­ne­tes Instru­ment, um Arzt und Pati­ent bei einem FVNF abzu­si­chern.»

Ster­be­fas­ten: Betreu­en­de leis­ten kei­ne Hil­fe, son­dern beglei­ten

Bei Ursu­la Klein Rema­ne in pal­lia­ti­ve ch / Nr. 3–2015 unter «Frei­wil­li­ger Ver­zicht auf Nah­rung und Flüs­sig­keit» kann man lesen: «Von juris­ti­scher Sei­te gibt es bis­her in der Schweiz noch kei­ne Rege­lung bezüg­lich Ein­ord­nung des FVNF. Dies kann nicht nur für die Ange­hö­ri­gen und Fach­per­so­nen rele­vant sein, son­dern auch im Hin­blick auf Todes­be­schei­ni­gung, Bestat­tung und ver­si­che­rungs­recht­li­che Fra­gen. Unbe­strit­ten ist jedoch die Tat­sa­che, dass die Betreu­en­den kei­ne Ster­be­hil­fe leis­ten, son­dern beim Ster­ben beglei­ten.»

Der Tod tritt nur in unge­fähr fünf Pro­zent aller Fäl­le plötz­lich ohne Zutun und ohne Lei­den ein. Obwohl es sich der gröss­te Teil der Men­schen wünscht, müs­sen die ande­ren 95 Pro­zent wohl oder übel ster­bend auf den Tod war­ten. Man­che wochen­lang. Ande­re mona­te-, wenn nicht jah­re­lang. Sicher ist das Ster­ben heu­te dank Pal­lia­ti­ve Care nicht mehr so qual­voll wie es vor weni­gen Jah­ren noch der Fall war.

Damit kön­nen wir die Ster­be­pha­se durch­aus als einen Teil des Lebens, ja viel­leicht gar als einen lebens­wer­ten Teil bezeich­nen. Trotz­dem gibt es Situa­tio­nen, in denen sich schwerst­kran­ke Pati­en­ten einen vor­zei­ti­gen Tod her­bei­wün­schen. In der Schweiz ist es mög­lich die­sen Wunsch zu erfül­len: sei es durch einen assis­tier­ten Sui­zid, sei es durch Ster­be­fas­ten FVNF. Bei bei­den Pro­zes­sen ist die Ent­schei­dung nicht leicht, es braucht eine star­ke Per­sön­lich­keit mit gros­sem Durch­set­zungs­ver­mö­gen, ins­be­son­de­re für das Ster­be­fas­ten. Es kann nicht meine/unsere Auf­ga­be sein, über einen indi­vi­du­el­len Ent­scheid zu urtei­len. Wir kön­nen ledig­lich von ver­schie­de­nen Optio­nen spre­chen, deren Vor- und Nach­tei­le auf­de­cken, deren Ver­läu­fe beschrei­ben – ent­schei­den muss jeder für sich selbst.

Das Ster­ben in gesun­den Tage regeln

Dank einer Pati­en­ten­ver­fü­gung haben wir die Mög­lich­keit, selbst­be­stim­mend den Tod zu pla­nen oder sicher regu­lie­rend in den Ster­be­pro­zess ein­zu­grei­fen. Vie­les, sehr vie­les kön­nen wir mit der Pati­en­ten­ver­fü­gung in gesun­den Tagen regeln. Ich per­sön­lich fin­de es fast ver­ant­wor­tungs­los, heu­te ohne Pati­en­ten­ver­fü­gung im Leben zu ste­hen, in einem Leben, das unaus­weich­lich mit dem Ster­ben, dem Tod endet.

Bear­bei­tung: Mar­tin Schuppli+Dominic Koch/Foto: Danie­la Fried­li

Infor­ma­tio­nen zu Ster­be­fas­ten

Geschicht­li­cher Rück­blick

• Ster­be­fas­ten in alten Kul­tu­ren (vor allem Indi­en, Hin­du­is­mus)
• Ster­be­fas­ten in der Anti­ke: Demo­krit (grie­chi­scher Phi­lo­soph 460–371 v.Chr.), Marc Aurel (römi­scher Kai­ser und Phi­lo­soph 121–180 n.Chr.)
• 1516 beschreibt Tho­mas Morus im Buch «Uto­pia» das Ster­be­fas­ten als mög­li­chen Ster­be­pro­zess
• 2009 erscheint das Buch «Aus­weg am Lebens­en­de. Ster­be­fas­ten – Selbst­be­stimm­tes Ster­ben durch frei­wil­li­gen Ver­zicht auf Essen und Trin­ken». Das Buch wird von Prof. Dr. André Frin­ger als Tabu­bruch beschrie­ben
• seit­her weni­ge Publi­ka­tio­nen, Fall­be­schrei­bun­gen, unter­schied­li­che Mei­nun­gen

Not­wen­di­ge Vor­aus­set­zun­gen für einen FVNF (nach pal­lia­ti­ve ch):

• Es liegt für den Pati­en­ten trotz guter pal­lia­ti­ver Betreu­ung ein nicht trag­ba­res Lei­den vor.
• Die ster­be­wil­li­ge Per­son ist infor­miert und kennt alle Alter­na­ti­ven.
• Der Ster­be­wil­li­ge muss ent­schei­dungs­fä­hig sein und aus eige­nem Wil­len ent­schie­den haben.
• Eine Pati­en­ten­ver­fü­gung ist sinn­voll.

Vor­be­rei­tung:

• Nahe­ste­hen­de Per­so­nen zur Beglei­tung fin­den.
• Beglei­ten­de Fach­per­so­nen (pal­lia­ti­ve care) infor­mie­ren.
• Alle Anwe­sen­den über den Ver­lauf infor­mie­ren. Ihre Auf­ga­ben fest­le­gen, auf mög­li­che Pro­ble­me hin­wei­sen.
• Alle Betei­lig­ten müs­sen wis­sen, dass das Ster­be­fas­ten wäh­rend der ers­ten Tage abge­bro­chen wer­den kann.
• Alle wich­ti­gen Doku­men­te sind aktua­li­siert: Tes­ta­ment, Pati­en­ten­ver­fü­gung.

Ver­lauf:

• Ein­tritt des Todes nach ca. einer bis drei Wochen
• Hun­ger­ge­füh­le sel­ten
• Durst und oft aus­ge­trock­ne­te Schleim­häu­te (Befeuch­ten der Schleim­häu­te not­wen­dig)
• nach und nach tritt eine Bewusst­seinstrü­bung bis zur Bewusst­lo­sig­keit auf
• manch­mal kann im Ver­lauf ein Deli­ri­um auf­tre­ten
• der Tod tritt ein auf­grund von Herz-Rhyth­mus­stö­run­gen oder Kom­pli­ka­tio­nen (Ent­zün­dun­gen, zB. Lun­gen­ent­zün­dung) oder Nie­ren­ver­sa­gen

Lite­ra­tur:

• Boss­hard Gerg: Sui­zid­bei­hil­fe, ter­mi­na­le Sedie­rung, Ster­be­fas­ten und wei­te­re umstrit­te­ne Ent­schei­dun­gen am Lebens­en­de, Refe­rat am 1.Geriatrietag SR RWS, 25.08.2016.
• Ganz­ini L et al.: Nur­ses’ expe­ri­en­ces with Hos­pi­ces Pati­ents Who Refu­se Food and Flu­ids to Has­ten Death. NEJM 349:359–365, 2003
• Cha­bot B, Walt­her C: Aus­weg am Lebens­en­de. Ster­be­fas­ten – Selbst­be­stimm­tes Ster­ben durch frei­wil­li­gen Ver­zicht auf Essen und Trin­ken. 4. Aufl., Rein­hardt Ver­lag, München/Basel, 2015
• Mül­ler Melis­sa, Mei­er Chris­ti­an Peter: Fas­ten bis zum Tod, Luzer­ner Zei­tung, 31.03.2017
• Birn­ba­cher Die­ter: Tod, Wal­ter de Gruy­ter GmbH, 2017
• Eychmül­ler Stef­fen et al.: Frei­wil­li­ger Ver­zicht auf Nah­rung und Flüs­sig­keit. Folia Bio­ethi­ca, 2015
• Klein Rema­ne Ursu­la: Frei­wil­li­ger Ver­zicht auf Nah­rung und Flüs­sig­keit. pal­lia­ti­ve ch 3–2015
• Hehl Simon: Ster­be­fas­ten. NZZ am Sonn­tag 03.03.2017
• Bick­hardt Jür­gen, Han­ke Roland Mar­tin: Eine ganz eige­ne Hand­lungs­wei­se. Deut­sches Ärz­te­blatt 04.04.2014

Ster­be­fas­ten all­ge­mei­ne Infor­ma­tio­nen: www.sterbefasten.org

  • Eva Bir­rer-Gede­on

    Dan­ke Alois Bir­bau­mer für den ein­mal mehr sehr inter­es­san­ten und infor­ma­ti­ven Arti­kel.

  • Moni­ka

    Mein ver­stor­be­ner Mann mach­te das instink­tiv, ohne dass wir das so genannt haben. Eines Tages kam er von der Bestrah­lung zurück und mein­te nur: Die haben was Fal­sches getrof­fen.
    Von dem Moment an woll­te er nicht mehr essen. Getrun­ken hat er noch ab und zu, aber auch das wur­de immer weni­ger.
    ABER … hät­te ich nicht sei­ne Pati­en­ten­ver­fü­gung gehabt und somit die Macht, zu ver­hin­dern, dass eine Magen­son­de gesetzt wird, so wäre das zu die­sem Zeit­punkt gemacht wor­den, obwohl abso­lut klar war, dass kei­ner­lei Chan­ce auf Gene­sung mehr bestand.
    Eine Pati­en­ten­ver­fü­gung soll­te jeder haben, am bes­ten in mehr­fa­cher Aus­füh­rung. Bei den Akten, eine Kopie im Geld­beu­tel, eine Kopie beim Haus­arzt und wenn man schon ein “Hei­mat­spi­tal” hat, so auch dort gleich eine Kopie hin­ter­le­gen! Aber man darf nicht unter­schät­zen, was es heisst, eine Ver­fü­gung durch­set­zen zu müs­sen. Da braucht es viel Kraft und Mut und Durch­set­zungs­ver­mö­gen!

  • Doro­t­hée Buch­mül­ler

    Span­nen­der Arti­kel

  • Rolf

    Ein aus­ge­zeich­ne­ter Bei­trag zum The­ma. Herz­li­chen Dank.
    Beim Ster­ben mei­ner Mut­ter habe ich exakt die hier pos­tu­lier­te aus­führ­li­che Infor­ma­ti­on und den Ein­be­zug der Ange­hö­ri­gen im Pfle­ge­heim ver­misst. Mei­ne Mut­ter war hoch­gra­dig dement, ass und trank kurz nach Ein­tritt ins Pfle­ge­heim nicht mehr. Ange­hö­ri­ge, die in einer sol­chen Situa­ti­on nicht wis­sen, was läuft (Wie stirbt jemand, der/die kei­ne Nah­rung und kei­ne Flüs­sig­keit mehr zu sich nimmt?), was getan und wie ent­schie­den wer­den kann und soll­te, sind nicht nur rat­los, son­dern ver­zwei­felt.

    Eine Bemer­kung noch zu die­sem State­ment: «Ich per­sön­lich fin­de es fast ver­ant­wor­tungs­los, heu­te ohne Pati­en­ten­ver­fü­gung im Leben zu ste­hen…» Nicht alle kön­nen oder wol­len mit­tels einer Pati­en­ten­ver­fü­gung ihr Ende so genannt «selbst­be­stimmt» ver­fü­gen. Ethi­sche oder reli­giö­se Gefüh­le kön­nen die­sem ratio­na­lis­ti­schen Den­ken ent­ge­gen­ste­hen. Sol­che Emp­fin­dun­gen gilt es zu respek­tie­ren, auch wenn dann Ange­hö­ri­ge exis­ten­zi­el­le Ent­schei­de tref­fen müs­sen.

    • Alois Bir­bau­mer

      Herz­li­chen Dank, Rolf, für die aner­ken­nen­de Bemer­kung. Es ging mir vor allem dar­um, dass bei jeder Form des Ster­bens Ange­hö­ri­ge und die Pfle­gen­de opti­mal, das heisst unse­ren Kennt­nis­sen ent­spre­chend, infor­miert wer­den, um dem Ster­ben­den auch so die bes­te Beglei­tung zu gewäh­ren.

      Betreffs Pati­en­ten­ver­fü­gung: ich bin abso­lut Ihrer Mei­nung, dass die ethi­schen und reli­giö­sen Gedan­ken eines jeden Ster­ben­den unter­schied­lich sind und die kön­nen wir Beglei­ten­de, Betreu­en­de oft nicht ken­nen. Aus die­sem Grun­de soll­te erst recht eine Pati­en­ten­ver­fü­gung vor­lie­gen.

      Pati­en­ten­ver­fü­gung heisst nicht zwin­gend, dass man auf eine inten­si­ve Behand­lung am Lebens­en­de ver­zich­ten will, es kann dar­in durch­aus der Wunsch geäus­sert wer­den, alles mensch­lich (medi­zi­nisch) Mög­li­che zu tun.
      Herz­lich, Ihr Alois Bir­bau­mer

Diese Beiträge könnten Sie auch interessieren

Pro Organspende: Christine Paccaud
Patientenverfügung & -vollmacht, Sterben, Medizin, Betroffene, Spiritualität & Trauer, Angehörige, Genferseeregion

Mein Bru­der starb an einem Ersti­­ckungs-Unfall, er ver­schluck­te sich an einem Fleisch­möck­li und bekam Angst. Das lös­te bei ihm, er war Epi­lep­ti­ker, einen Anfall aus. Bis die Ambu­lanz kam, war er ein soge­nann­tes «Gemü­se», wie […]

no Kommentare

Weitere Artikel:

Schicksalsschlag: Tanja (M.), Christian und Felicia.
Sterben, Betroffene, Spiritualität & Trauer

«Ja, es ging wei­ter. Mein Leben, unser Leben», sagt Tan­ja. «Aber wie. Die Bezie­hung zwi­schen Chris­ti­an und mir geriet aus den Fugen. Droh­te zu zer­bre­chen.» Ein Schick­sals­schlag. Begin­nen wir von vorn, im Jahr 2008. Tan­ja, […]

2 Kommentare

Weitere Artikel:

Schminken Verstorbene und modellieren Babyfüsschen: Sandra Aguilar (l.) und Jasmin Bandelli
Professionals, Sterben, Medizin, Spiritualität & Trauer, Angehörige, Zürich

San­dra Agui­lar und Jas­min Ban­del­li sind Arbeits­kol­le­gin­nen. Seit zwei Jah­ren arbei­ten sie gemein­sam im Insti­tut für Patho­lo­gie. «Zusam­men mit Ärz­ten obdu­zie­ren wir Ver­stor­be­ne. Danach rich­ten wir sie wie­der her, klei­den – und sar­gen sie ein, […]

no Kommentare

Weitere Artikel: