Mann kümmert sich um die Verträge seiner verstorbenen Frau (Beispielbild: iStock)
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Verträge kündigen im Todesfall – enden Verträge automatisch?

Verträge enden nicht einfach automatisch, wenn eine geliebte Person von uns geht. Es ist also wichtig, die Vertragspartner zu benachrichtigen und Verträge ordnungsgemäss zu kündigen. Im Todesfall gibt es zum Teil spezielle Kündigungsmöglichkeiten. Im Mietrecht gibt es beispielsweise beim Tod eines Mieters eine spezielle Kündigungsmöglichkeit, die allen vertraglichen Vereinbarungen vorgeht (z.B. selbst wenn eine fixe Mietdauer von zwei Jahren abgemacht wurde, geht das Kündigungsrecht vor).

Artikel verfasst von Jil Zaugg, M.A. HSG in Law am
20. Juli 2017

Verträge kündigen – wie muss ich vorgehen?

Das in der Einleitung erwähnte Kündigungsrecht aus dem Mietrecht ist in Art. 266i OR geregelt und sieht vor, dass die Erben unter Einhaltung der geregelten Frist auf den nächsten gesetzlichen Termin kündigen können (drei Monate für Wohnungen und sechs Monate für Geschäftsräume). Die Erben müssen ihr ausserordentliches Kündigungsrecht jedoch umgehend ausüben.

Auch andere Bereiche kennen spezielle Bestimmungen für den Todesfall: Ein Handy-Abo wird beispielsweise per Todestag aufgelöst und geht nicht auf die Erben über, wenn diese das nicht wünschen. Bedingung ist aber, dass weder Angehörige noch Dritte den Anschluss weiterhin nutzen.

Das Wichtigste ist: Kein Vertrag endet, wenn der Vertragspartner nicht über den Tod informiert wird. Also denken Sie daran, Versicherungen (Krankenkasse, Hausrat, Unfall- und Lebensversicherung usw.), Abos und Mitgliedschaften bei Vereinen und Verbänden etc. zu kündigen und auch das Strassenverkehrsamt zu informieren.

Checkliste

Informieren Sie die Vertragspartner des Verstorbenen und kündigen Sie, wenn nötig, die Verträge:

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