Notarielle Beglaubigung (Beispielbild: iStock)
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Die notarielle Beglaubigung – wann braucht es einen Notar?

Das Testament wird vom Erblasser errichtet und dies ohne Beteiligung möglicher Erben oder Vermächtnisnehmer (sh. dazu auch Beitrag Vermächtnis). Die Errichtung eines Testamentes ist etwas Heikles, da die letztwillige Verfügung erst nach dem Tod des Verfassers Wirkung entfaltet. Der Gesetzgeber hat daher zum Schutz aller Beteiligten Formvorschriften erlassen.

Artikel verfasst von Jil Zaugg, M.A. HSG in Law am
30. Juni 2017

Wieso sollte man ein Testament beglaubigen lassen?

Ein Testament kann in einer der drei folgenden Formen erlassen werden:

  • eigenhändiges Testament
  • öffentliches Testament (notarielle Beglaubigung)
  • mündliches Testament (Nottestament)

Das öffentliche Testament wird unter Mithilfe einer Urkundsperson errichtet (notarielle Beglaubigung). Dieser Form bedienen sich insbesondere Personen, die nicht mehr selber schreiben oder lesen können. Des Weiteren ist die Bestätigung der Urteilsfähigkeit in der Urkunde ein Vorteil gegenüber dem eigenhändigen Testament. Sollten Zweifel an der Zurechnungsfähigkeit des Erblassers bestehen, kann die Urkundsperson durch die notarielle Beglaubigung dessen Verfügungsfähigkeit mit seiner Unterschrift bestätigen.

Was sind die Alternativen?

In der Regel reicht ein vom Erblasser geschriebenes (eigenhändiges) Testament. Das eigenhändige Testament braucht keine notarielle Beglaubigung durch einen Notar. Es muss jedoch mehrere Formvorschriften erfüllen, da es sonst ungültig ist. Das Testament muss von Anfang bis Ende von Hand geschrieben, datiert und unterschrieben sein. Ist auch nur ein Teil von jemand anderem oder mit Computer geschrieben, so ist der betreffende Teil ungültig. Jede Person muss zudem ein eigenes Testament aufsetzen (auch Ehepartner).

Ausserdem gibt es das mündliche Testament (Nottestament mit zeitlich beschränkter Gültigkeit). Die speziellen Voraussetzungen sind in den Artikeln 506 bis 508 ZGB geregelt.

Was sollte man ausserdem beachten?

Das Testament sollte bei der zuständigen Amtsstelle hinterlegt werden. Damit ist sichergestellt, dass es beim Todesfall eröffnet werden kann und die Erben informiert werden. Ausserdem kann es so nicht verloren gehen oder beschädigt werden.

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