Die Mutter schreibt ihrem Sohn: «Jeden Morgen, wenn ich erwache, ärgere ich mich, dass ich nicht gestorben bin.» Das tut weh. Zu wissen, die geliebte Mutter steht jeden Tag verärgert auf. Sie beginnt den Tag mit Verdruss. Und der Sohn kann nicht bei ihr sein.
Christine Friedli verlor vor 22 Jahren ihren Sohn. Er lebte nur 63 Tage. Ihre Art zu trauern, provozierte. Mit Anna Margareta Neff (r.) sprach sie über Schmerz, Leid und Verlust.
Michael Schmieder ist pensionierter Leiter des Demenzzentrums Sonnweid in Wetzikon ZH. Er weiss, worauf es im Umgang mit Demenzkranken ankommt. Die Patienten leben im Hier und Jetzt, Geduld haben sie dadurch keine.