Digitale Unsterblichkeit – Social Media im Todesfall (Beispielbild: iStock)
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Digitale Unsterblichkeit – Social Media im Todesfall

Social Media erlauben es uns, unser Leben mit Millionen von anderen Menschen zu teilen. Doch was passiert mit all den Social Media Profilen, wenn die dahinterstehenden Personen sterben? Anders als in der realen Welt, setzt der Tod eines Menschen ihrem Leben auf Facebook und co. kein Ende. Dies kann nicht nur zu Verwirrung, sondern auch zu peinlichen oder traurigen Szenen führen.

Artikel verfasst von Dario Buschor, B.A. HSG in Law & Economics am
28. Juni 2017

Mein Social Media Account nach dem Tod

Kaum jemand von uns hat sich bei der Registrierung auf einer von unzähligen Social Media Plattformen wie Facebook, Twitter oder Snapchat Gedanken darüber gemacht, was nach dem Tod mit unseren Daten geschieht. Während alle Netzwerke die Herausgabe der Nutzerdaten im Normalfall verweigern, hat jedes seine eigenen Richtlinien dazu, wie es nach dem Tod weitergeht.

Bei Facebook können Angehörige gegen Vorlage einer Sterbeurkunde das Profil in einen „Gedenkzustand“ versetzen oder löschen lassen. Zusätzlich kann zu Lebzeiten eine Art Nachlassverwalter eingesetzt werden, der Freundschaftsanfragen etc. verwaltet. Auch andere Social Media Plattformen wie Twitter oder Pinterest löschen die Konten oder versetzen sie in einen speziellen Zustand gegen Vorlage einer Totenbescheinigung und Angabe der Beziehung zur verstorbenen Person.

Wie ich meine Profile am besten handhabe

Die Deaktivierung des Social Media Profils eines geliebten Mitmenschen ist neben grossem administrativen Aufwand auch mit einer Menge seelischem Schmerz verbunden. Deshalb ist es ratsam, sich eine Liste mit Passwörtern und anderen Log-in Daten zurechtzulegen und an einem sicheren Ort für die Nachkommen zur Verfügung zu stellen (siehe dazu auch: Sterben im digitalen Zeitalter – kann man Passwörter vererben?).

Besonders gut dafür eignet sich unser DeinAdieu.ch Online Tresor, wo beliebig viele Passwörter aber auch Daten gespeichert und die Adressaten dafür festgelegt werden können. Soll verhindert werden, dass Angehörige nach dem Tod Einblick in Social Media Profile etc. erhalten, kann im Testament ein Willensvollstrecker mit der Aufgabe der Betreuung der Online-Daten betraut werden. Wichtig ist, dass dieser neben klaren Anweisungen auch wirklich Zugang zu allen wichtigen Passwörtern hat.

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