Lebensversicherungen können den Lebensstandard der Angehörigen sichern (Symbolbild: iStock)
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Die Lebensversicherung – was ist das und was bringt sie?

Eine Lebensversicherung kann verschiedene Formen annehmen. Sie versichert jedoch nicht, wie der Wortlaut vermuten lässt, das Leben, sondern sichert vielmehr die Aufrechterhaltung eines gewissen Lebensstandards. Somit ist die Lebensversicherung im Bereich der persönlichen Vorsorge anzusiedeln. Erfahren Sie mehr zu diesem komplizierten Thema in diesem Ratgeber.

Artikel verfasst von Dario Buschor, B.A. HSG in Law & Economics am
14. August 2017

Altersvorsorge und Lebensversicherung

Die Altersvorsorge ist in der Schweiz ein kompliziertes Thema. Grundsätzlich besteht sie aus drei Säulen. Die erste Säule bilden die AHV/IV und die Arbeitslosenentschädigung. Deren Auszahlungen sichern ein bestimmtes Existenzminimum. Die zweite Säule (Pensionskasse) ist für Arbeitnehmer obligatorisch, für Selbständigerwerbende freiwillig. Dazu kommen die gesetzlich strenger regulierte gebundene Vorsorge (Säule 3a) und die freiwillige Vorsorge (Säule 3b). Eine Lebensversicherung kann im Rahmen der Säule 3a oder 3b abgeschlossen werden. Unterschiede gibt es v.a. im Zusammenhang mit der Besteuerung und der Freiheit, den Auszahlungszeitpunkt zu bestimmen oder sich auszukaufen.

Verschiedene Formen

Der Begriff „Lebensversicherung“ wird verwendet für verschiedene Formen von Risikoabsicherung oder für die Vorsorge im Alter. Zu den Risikoversicherungen gehören:

  • Todesfallversicherung (mehr dazu in separatem Beitrag)
  • Erwerbsausfallversicherung
  • Krankentaggeldversicherung

Zum Bereich Vorsorge zählen:

  • Vorsorge mit Leibrenten
  • Gebundene und ungebundene Lebensversicherungen
  • Gemischte Lebensversicherung
  • Sparpläne

Bei den Lebensversicherungen, welche zur Risikoabsicherung eingegangen werden, bezahlt der Versicherungsnehmer eine Prämie. Diese Prämie gibt ihm die Sicherheit, dass er im Falle des Eintritts einer bestimmten Bedingung (Ableben, Arbeitsunfähigkeit oder lange Krankheit), finanziell abgesichert ist. Im Spezialfall der Todesfallversicherung wird die Summe an eine vom Versicherungsnehmer bestimmte Person oder Personengruppe ausbezahlt.

Der Vorsorge dienende Lebensversicherungen sind, entgegen ihrem Wortlaut, keine Versicherungen. Vielmehr zielen diese darauf ab, dass man während seiner aktiven Jahre genügend Geld auf die Seite schafft, um es sich im Ruhestand gut gehen zu lassen. In gewissen Fällen kann man sich diese Lebensversicherung ausbezahlen lassen, z.B. wenn man in selbstbewohntes Wohneigentum investieren will.

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