Mus­ter Trau­er­re­den

DeinAdieu stellt hier eini­ge Mus­ter von Trau­er­re­den zur Ver­fü­gung. Las­sen Sie sich durch die ver­schie­de­nen Bei­spie­le inspi­rie­ren und ver­fas­sen Sie Ihren ganz per­sön­li­chen Text.

Trau­er­re­de am Grab der Paten­tan­te

Lie­be Trau­er­gäs­te,

unse­re lie­be Tan­te und mei­ne Paten­tan­te Sil­via ist lei­der für immer von uns gegan­gen und es ist für mich nicht fass­bar, dass ich ihr fröh­li­ches Lachen nie wie­der hören wer­de. Ich weiss ihr wür­de es gefal­len, wenn sie jetzt sehen könn­te wie heu­te die Son­nen­strah­len den Mor­gen­ne­bel durch­drin­gen.

Sil­via hat­te ein unglaub­lich gros­ses Herz und eine anste­cken­de Lebens­freu­de. Sie hat mich von mei­ner Geburt an beglei­tet und mich wäh­rend mei­ner Ent­wick­lung in allen Lebens­pha­sen an der Hand genom­men. Sie war eine star­ke unab­hän­gi­ge Frau und hat mich gelehrt selbst­be­wusst zu sein und dafür zu kämp­fen, was man errei­chen will. Weil sie selbst kei­ne Kin­der hat­te, war unser Ver­hält­nis anders als zu mei­nen Eltern. Sie hat­te natür­lich nicht die­sel­be Stren­ge, jedoch konn­te sie mir Wer­te und eine Hal­tung ver­mit­teln, die ich immer bewun­dert habe. Sie ist über all die Jah­re mei­nen Eltern eine enge Freun­din geblie­ben.

Ihre Krank­heit hat sie sich nicht anmer­ken las­sen und das Leben wei­ter­hin genos­sen. Sie woll­te nicht anders behan­delt wer­den und kämpf­te bis zum Schluss. Auch wenn mich ihr Ver­lust zutiefst ver­letzt und sie eine gros­se Lücke hin­ter­lässt, ist es mir ein Trost, dass ihr lan­ges Lei­den erspart geblie­ben ist. Was ich von ihr gelernt habe und die gemein­sa­men Erin­ne­run­gen blei­ben für immer in mei­nem Her­zen.

Lie­be Sil­via, ich hof­fe ich kann mei­nen Lebens­weg so wei­ter­ge­hen, wie du es mir gezeigt hast.

Trau­er­fei­er Leh­re­rin

Rede hält der Schul­lei­ter

Lie­be Fami­lie Gub­ser, geschätz­te Trau­er­ge­mein­de,

ich habe heu­te die schwe­re Auf­ga­be, unse­rer geschätz­ten Kol­le­gin und Freun­din Frau Ange­la Züger die letz­ten Wor­te zu schen­ken. Das Leh­rer­team und die Schü­le­rin­nen und Schü­ler der Schu­le Rot­haus sind über den plötz­li­chen Tod von Frau Züger zutiefst erschüt­tert. Ich möch­te im Namen aller der Fami­lie Gub­ser und allen Anwe­sen­den unser herz­lichs­tes Bei­leid aus­spre­chen. Wir trau­ern mit ihnen.

Mit Frau Züger ver­liert unse­re Schu­le eine äus­serst kom­pe­ten­te und lei­den­schaft­li­che Päd­ago­gin, die ihren Beruf mit Lei­den­schaft über mehr als 10 Jah­re aus­ge­übt hat. Sie hat es immer wie­der geschafft das Inter­es­se der Schü­le­rin­nen und Schü­ler zu wecken und sie für Din­ge zu begeis­tern. An ihrem musi­ka­li­schen Talent hat sie uns regel­mäs­sig teil­ha­ben las­sen – sei es an Schul­fes­ten, im Musik­un­ter­richt oder in Klas­sen­la­gern. Sie konn­te sogar Musik­muf­fel dazu begeis­tern ein Instru­ment zu ler­nen.

Nebst ihrer regu­lä­ren Tätig­keit als Leh­re­rin hat sie sich stark für benach­tei­lig­te Kin­der enga­giert und unent­gelt­lich Pro­jek­te zur Unter­stüt­zung die­ser Kin­der rea­li­siert. Wir erin­nern uns alle noch an die­sen Sams­tag, als es wie Bind­fä­den gereg­net hat und Frau Züger einen Spon­so­ren­lauf orga­ni­siert hat. Es ist bestimmt ihrer moti­vie­ren­den auf­ge­stell­ten Art zu ver­dan­ken, dass tat­säch­lich die gesam­te Schu­le dar­an teil­nahm.

Sie hat unse­re Schu­le und unser Team­geist geprägt und wir wer­den sie in Erin­ne­rung behal­ten und ihre begon­ne­nen Pro­jek­te wür­de­voll zu Ende brin­gen.

Urnen­bei­set­zung Ehe­mann (nur Fami­lie)

Lie­ber Fritz,

es fällt mir unend­lich schwer heu­te hier zu ste­hen und die rich­ti­gen Wor­te zu fin­den. Ich füh­le mich unglaub­lich leer. Ein­zig der Schmerz über dei­nen Ver­lust lässt mich spü­ren, dass mein Puls noch schlägt.

Du hin­ter­lässt eine gros­se Lücke in unse­rem Leben. Du hast unse­re Fami­lie voll­kom­men gemacht und uns das Gefühl gege­ben gebraucht zu wer­den. Du hat­test als Klein­un­ter­neh­mer gleich zwei Teams zu füh­ren. Du warst immer für dei­ne Mit­ar­bei­ter da und am Abend und am Wochen­en­de hast du dir Zeit genom­men und bist mit uns in die Ber­ge gefah­ren oder hast stun­den­lang mit den Kin­dern “Uno” gespielt. Für alle Schwie­rig­kei­ten und Pro­ble­me hat­test du eine Lösung bereit und bist immer ruhig geblie­ben. Solan­ge wir es zusam­men machen, dann schaf­fen wir es – das war immer dein Kre­do. Du warst mein Fels in der Bran­dung und ich weiss nicht wie ich ohne dich das tosen­de Was­ser fern­hal­ten kann.

Ich bin unend­lich dank­bar, all die Jah­re an dei­ner Sei­te ver­brin­gen zu dür­fen. Den Kin­dern warst du ein lie­be­vol­ler Vater und mir ein See­len­ver­wand­ter. Du wirst immer einen Platz in mei­nem Her­zen haben und bleibst mei­ne gros­se Lie­be.  Wir ver­mis­sen dich alle sehr – und wer­den jedes Flug­zeug am Him­mel anschau­en, so wie du es immer gemacht hast und uns vor­stel­len, dass du über uns wachst.