Frau benachrichtigt Polizei über Tod ihres Mannes (Beispielbild: iStock)
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Polizei benachrichtigen im Todesfall

Tritt der Tod einer Person zu Hause ein, muss der Hausarzt oder der behandelnde Arzt informiert werden. Wenn dieser nicht erreichbar sein sollte, ist der Notarzt zu kontaktieren. Er stellt den Tod fest und füllt die Todesbescheinigung aus. Nach einem Unfall, bei einem Delikt oder bei einem Suizid muss die Polizei kontaktiert werden. Tritt der Tod im Spital oder im Heim ein, verständigt das Personal den Arzt. Die Todesbescheinigung wird in der Regel an das zuständige Zivilstandsamt und die Angehörigen gesandt.

Artikel verfasst von Jil Zaugg, M.A. HSG in Law am
13. Juli 2017

Wer muss im Todesfall benachrichtigt werden?

Stirbt ein Angehöriger zu Hause, ist als erstes ein Arzt zu verständigen, um die Ursache des Todes festzustellen. Sollten Hinweise vorliegen, dass es sich um einen aussergewöhnlichen Todesfall (AGT) handeln könnte (Unfall, Delikt oder Suizid), muss zusätzlich die Polizei verständigt werden. Die Polizei wird dann, nötigenfalls, zusammen mit der Staatsanwaltschaft, die Untersuchung einleiten und weitere Schritte festlegen, um den Todesgrund abzuklären. Wenn der Angehörige in einem Krankenhaus, Heim oder einer staatlichen Einrichtung (beispielsweise, wenn derjenige sich in Haft befand) verstorben sein sollte, kümmert sich die Institution um die Todesbescheinigung. Innerhalb von zwei Tagen muss ausserdem das Zivilstandsamt über den Tod in Kenntnis gesetzt werden.

Siehe auch: Die Informationspflicht und der Gang zu den Behörden

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